Rotterdamer Hafen setzt Zeichen für Photovoltaik

Im Rotterdamer „Waalhaven“ ist die bislang größte Photovoltaik-Dachanlage der Stadt installiert worden. Auf einer Fläche von 7500 Quadratmetern seien 3100 Solarmodule installiert worden, die künftig 750.000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich produzieren sollen, teilte der Hafen von Rotterdam mit. Die Photovoltaik-Anlage befinde sich auf dem Dach eines Kühlhauses, in dem vor allem gefrorener Fisch gelagert werden. Der erzeugte Solarstrom sei ausreichend, um ein Drittel des Energiebedarfs des Gebäudes zu decken.

Die Installation der Photovoltaik-Anlage gehe auf eine Kooperation zwischen Frigo Care, Zon Exploitatie Nederland (ZEN) und dem Hafenbetrieb Rotterdam zurück, hieß es weiter. Frigo Care habe 650.000 Euro in die Erneuerung des Dachs investiert. ZEN eine weitere Million Euro in die Installation der Photovoltaik-Anlage, die das Unternehmen nun betreiben und warten werde. Es gehe davon aus, dass sich die Kosten für die Photovoltaik-Anlage binnen zehn Jahren amortisieren werden.

Nach Ansicht von Michel Peek, Direktor von ZEN, ist die Initiative ein großer Erfolg für die Stadt Rotterdam. „Die Stadt hat grüne Ambitionen, wobei die Solarenergie aber bislang nicht die gewünschten Fortschritte machte. Dank dieses Parks steigt die Kapazität der Solarenergiegewinnung in Rotterdam um sage und schreibe 25 Prozent“, erklärte Peek. Derzeit liege die Solarstrom-Erzeugung in Rotterdam bei jährlich drei Millionen Kilowattstunden. Bis 2020 wolle die Stadt diese auf 20 Millionen Kilowattstunden ausbauen und 2030 sollten es dann 100 Kilowattstunden sein.

Die nun installierte Photovoltaik-Anlage, die Anfang September offiziell in Betrieb genommen werden soll, ist nicht die einzige im größten Seehafen Europas. Bereich 2014 sei auf der RDM Schiffsbauhalle eine Photovoltaik-Anlage installiert worden, ebenso wie auf dem Kühlhaus von Kloosterboer Delta Terminal. Bei Frigo Care hofft man nun im Sinne des Klimaschutzes auf weitere Nachahmer aus der Logistik-Branche. (Sandra Enkhardt)