Bericht: EEG-Umlage 2017 knapp unter 7 Cent pro Kilowattstunde

Die EEG-Umlage soll im kommenden Jahr nach einem Exklusivbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ auf knapp unter sieben Cent pro Kilowattstunde steigen. Derzeit liegt sie bei 6,354 Cent pro Kilowattstunde für den nicht-privilegierten Letztverbrauch. Offiziell geben die vier Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr Mitte Oktober bekannt. Nach Informationen der FAZ sei geplant, die Liquiditätsreserve von derzeit zehn auf fünf Prozent zu senken, um einen noch stärkeren Anstieg zu verhindern. „Wir bei Amprion sind überzeugt, dass eine Reserve von 5 Prozent zur Absicherung genügt. Aus heutiger Sicht und sehr grob überschlagen, sollte das dazu führen, dass die EEG-Umlage unter 7 Cent je Kilowattstunde bleiben kann“, sagte Hans-Jürgen Brick, Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, dem Blatt. Nach ersten internen Schätzungen könnte die EEG-Umlage im kommenden Jahr bei 6,8 bis 6.9 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Die 2012 beschlossene Liquiditätsreserve sollte den Übertragungsnetzbetreibern ermöglichen, etwas mehr finanziellen Spielraum zu haben, nachdem das EEG-Konto jahrelang im Minus war. In den vergangenen Jahren konnten sie nun Überschüsse bilden, die bis zu fünf Milliarden Euro reichten. Aktuell beträgt das Plus auf dem EEG-Konto mehr als 3,4 Milliarden Euro. Wegen der aktuellen Niedrigzinspolitik lohnt sich der Überschuss für die Übertragungsnetzbetreiber jedoch kaum. Nach dem FAZ-Bericht drohten sogar negative Zinszahlungen.

Agora Energiewende hatte zuletzt Schätzungen veröffentlicht, wonach ein Anstieg der EEG-Umlage auf 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde für das kommende Jahr zu erwarten sei. Grund dafür sind nach Ansicht des Berliner Think-Tanks die weiter gesunkenen Börsenstrompreise, die zugleich die Schere zu den garantierten Einspeisevergütungen für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse vergrößern. Gewissheit über die genaue Höhe wird es spätestens zum 15. Oktober geben. (Sandra Enkhardt)