Erneuerbare erreichen Anteil von 13 Prozent am Primärenergieverbrauch

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Er habe nach vorläufigen Berechnungen bei 6821 Petajoule gelegen, was vor allem an der kühleren Witterung, dem diesjährigen Schalttag, dem anhaltenden Wirtschaftswachstum und Bevölkerungszuwachs, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) am Donnerstag mit. Dabei habe es Zuwächse beim Öl- und Gasverbrauch sowie den erneuerbaren Energien gegeben, während die Nutzung von Kohle- und Kernkraft zurückgegangen sei. Mit sieben Prozent habe sich der Erdgasverbrauch – aufgrund der kühleren Witterung im Januar, März, April – am stärksten erhöht. Der Mineralölverbrauch sei um rund vier Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch habe im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent höher gelegt. Vor allem die Windkraft trug dazu bei und legte der AGEB zufolge um acht Prozent im Jahresvergleich zu. Die Photovoltaik verzeichnete hingegen ein Minus von vier Prozent, während die Biomasse auf ein Plus von zwei Prozent kam, wie es weiter hieß. Insgesamt sei der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 0,1 auf 13 Prozent gestiegen. Er ist damit mittlerweile doppelt so hoch wie der der Atomkraft, wie aus den Zahlen hervorgeht. Photovoltaik, Windkraft und Biomasse konnten zudem ihren Vorsprung gegenüber Braun- und Steinkohle ausbauen.

Die vorläufigen Berechnungen ergeben ein Minus von rund 15 Prozent für die Kernenergie. Der Verbrauch an Steinkohle sei im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent zurückgegangen. „Während der Einsatz in der Stromerzeugung zugunsten der erneuerbaren Energien um etwa dazu Prozent zurückging, blieb der Verbrauch der Stahlindustrie nahezu unverändert“, teilte die AGEB dazu mit. Beim Verbrauch an Steinkohle habe der Rückgang bei 1,6 Prozent gelegen, was vor allem auf die niedrigere Kraftwerksverfügbarkeit zurückzuführen sei. (Sandra Enkhardt)