Trina Solar wird mit Investorendeal privatisiert

Trina Solar Ltd. verkündete am Montag, dass es eine Fusionsvereinbarung mit der Fortune Solar Holdings Limited und deren Tochter Red Viburnum Company Limited geschlossen hat. Das Investorenkonsortium wolle alle Anteile mit einem Aktienwert von etwa 1,1 Milliarden US-Dollar erwerben, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit. Nach der nun geschlossen Vereinbarung würden die Aktionäre von Trina Solar, das nach der Übernahme privatisiert sei, einen Aufschlag von 21,5 Prozent auf den Schlusskurs der Aktien am 11. Dezember gewährt. Dies sei der letzte Handelstag vor Abgabe des Angebots gewesen. Das Investorenkonsortium umfasse unter anderem auch den Trina-Solar-Vorstandschef Jifan Gao sowie verschiedene Kapitalgeber aus Shanghai.

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hatte in einer Sonderkommission von unabhängigen Direktoren das Angebot geprüft. Diese hätten den Zusammenschluss befürwortet. Zudem schlagen sie vor, dass die Aktionäre die Fusionsvereinbarung autorisieren und genehmigen sollten. Nach deren Zustimmung werde der Zusammenschluss voraussichtlich im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein, so die Erwartungen bei Trina Solar. Nach Abschluss der Fusion wäre der chinesische Photovoltaik-Hersteller komplett in privater Hand und seine Aktien würden nicht länger an der New Yorker Börse gehandelt.

Nach Einschätzung von IHS-Analysten Ash Sharma denkt derzeit eine Reihe von chinesischen Photovoltaik-Unternehmen darüber nach, diesen Weg zu gehen. Gründe seien, die schwachen Aktienkurse, aber auch die größere Freiheit, wenn ein Hersteller nicht mehr seinen Aktionären verpflichtet sei. Zumal die chinesischen Photovoltaik-Produzenten mit den sich abzeichnenden Überkapazitäten in Kürze mit ihren Margen erneut unter Druck geraten könnten, so Sharma auf Anfrage von pv magazine. Als private Unternehmen könnten sie bei der Gestaltung von Margen und Preisen viel freier agieren. (Sandra Enkhardt)