Großaufträge aus Solarindustrie sorgen für gute Zahlen bei Meyer Burger

Die Meyer Burger Technology AG geht nach vorläufigen Zahlen von einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2016 aus. Grund dafür sei, dass bedeutende Großaufträge von Wafer-, Zell- und Modulherstellern gewonnen werden konnten, teilte der Schweizer Technologiekonzern am Donnerstag mit. Nach noch ungeprüften Zahlen werde für das erste Halbjahr ein konsolidierter Umsatz von etwas mehr als 215 Millionen Schweizer Franken – umgerechnet knapp 199 Millionen Euro – erwartet. Im ersten Halbjahr 2015 lag der Umsatz noch bei 124,4 Millionen Schweizer Franken. Auch das Volumen der neu erteilten Aufträge sei binnen Jahresfrist von 222,6 auf 260 Millionen Schweizer Franken gestiegen, hieß es weiter. Beim EBITDA-Ergebnis geht Meyer Burger von einem leicht positiven Resultat aus. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer noch ein Minus von 32,7 Millionen Schweizer Franken. Zudem sei der Geldabfluss gestoppt worden. Gemeinsam mit einem positiven operativen Cashflow seien so die liquiden Mittel leicht auf 113 Millionen Schweizer Franken gestiegen. Seinen geprüften Halbjahresabschluss will Meyer Burger am 17. August veröffentlichen.

Das Schweizer Unternehmen konnte im ersten Halbjahr zahlreiche Aufträge mit Millionen-Volumen aus der Solarindustrie vermelden. Diese kamen zumeist von asiatischen Photovoltaik-Herstellern. So bestellte etwa JA Solar neues Equipment für die Herstellung von PERC-Solarzellen und Wafern in Höhe von 18 Millionen Schweizer Franken. Die Auslieferung soll im zweiten Halbjahr erfolgen. (Sandra Enkhardt)