BSW-Solar: Preise für PV-Speichersysteme um 30 Prozent seit 2014 gesunken

Die Anschaffungskosten für schlüsselfertige Photovoltaik-Hausspeicher haben sich in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 30 Prozent reduziert. Dies sei vor allem auf Skaleneffekte und technischen Fortschritt zurückzuführen, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Grundlage einer gemeinsamen Befragung mit der Speichermesse ees Europe am Dienstag mit. Die fallenden Preise und der Wunsch nach Unabhängigkeit seien auch die größten Argumente für den Kauf von Batteriespeichern. Es sei davon auszugehen, dass sich mindestens bis 2020 die Nachfrage nach Photovoltaik-Speichersystemen in Privathaushalten im Zweijahresturnus verdoppele. Inzwischen werde zu jeder dritten neuen Photovoltaik-Dachanlage in diesem Segment auch ein Photovoltaik-Batteriespeicher installiert. Insgesamt seien hierzulande bereits 40.000 Speichersysteme, zumeist in Eigenheimen und kleinen Gewerbebetrieben.

Seit März gibt es für Batteriespeicher im Zusammenhang mit kleinen Photovoltaik-Anlagen auch wieder eine Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Zuschüsse sind gestaffelt und werden regelmäßig abgesenkt. Erstmals ist dies am 1. Juli der Fall; dann sinkt die Förderquote von 25 auf 22 Prozent. „Die Förderhöhe des letztmalig um drei Jahre verlängerten Programms nimmt ständig ab. Warten lohnt damit nicht“, erklärt deshalb auch Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Er betont, dass neben der Steigerung der eigenen Unabhängigkeit Batteriespeicher auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Stromnetze beitragen können. „Die zeitliche Entkoppelung von dezentraler Produktion und lokalem Verbrauch von Ökostrom entlastet die Stromnetze und senkt die Energiewende-Kosten“, so Körnig. (Sandra Enkhardt)