Photovoltaik-Strom für Mieter in Berlin

Auf einem Neubau der Charlottenburger Baugenossenschaft im Berliner Stadtteil Adlershof hat die Berliner Energieagentur eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Wie die BEA mitteilt, handelt es sich um ihre erste Solaranlage für einen genossenschaftlichen Neubau. Die Bewohner der „Charlotte am Campus“ können demnach den auf den Dächern ihrer Wohnhäuser produzierten Solarstrom als BEA-Kiezstrom direkt beziehen. Wie die BEA weiter mitteilt, verfügt die Photovoltaik-Anlage über insgesamt 270 Module, eine Ausrichtung nach Osten und Westen sowie ein begrüntes Dach. Durch die Anordnung in zwei verschiedene Himmelsrichtungen werde die Sonneneinstrahlung optimal eingefangen und für die Verbrauchslastspitzen in den Morgen- und Spätnachmittagsstunden genutzt. Die Gesamtleistung beziffert die BEA mit 69 Kilowatt; die polykristallinen Module von Heckert Solar sollen pro Jahr 59 Megawattstunden Solarstrom liefern.

„Die Photovoltaik ist ein wichtiger Bestandteil der Berliner Energie- und Klimaschutzstrategie. Die BEA zeigt mit diesem Projekt, das auch unter veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen eine wirtschaftliche Auslegung solcher Anlagen möglich ist“, erklärte BEA-Geschäftsführer Michael Geißler. Für das Bauprojekt „Charlotte am Campus“ mit 121 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit wurde den beteiligten Unternehmen zufolge ein besonders klimafreundliches Energiekonzept umgesetzt. Bei der Wärmeversorgung kommt demnach Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Biomassebasis zum Einsatz, was zu einem sehr niedrigen Primärenergiebedarf führe. Konsequenz sei qualitativ hochwertiger und zugleich bezahlbarer Wohnraum. (Petra Hannen)