SMA im 1. Quartal durchweg profitabel

Die SMA Solar Technology AG zeigt sich sehr zufrieden mit ihrem Start in das Geschäftsjahr 2016. Der Umsatz sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Prozent auf 253,8 Millionen Euro gesteigert worden. Damit habe er die Prognose des Vorstands deutlich übertroffen, teilte SMA am Donnerstag mit. Der EBIT-Gewinn sei auf 25,3 Millionen Euro gestiegen und habe innerhalb der Erwartungen gelegen. Vor Jahresfrist musste SMA noch einen EBIT-Verlust von 5,4 Millionen Euro vermelden.

Das hessische Photovoltaik-Unternehmen sei in allen Segmenten im ersten Quartal profitabel gewesen, hieß es weiter. Mit einem Umsatzwachstum um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei das Segment der gewerblichen Photovoltaik-Anlagen größter Wachstumstreiber gewesen. Die Wechselrichter-Segmente für Hausdachanlagen und solare Großkraftwerke sowie das Service-Geschäft hätten sich stabil entwickelt. Eine weitere Steigerung erreichte SMA beim Auslandsanteil, der nun bei 92,4 Prozent im ersten Quartal gelegen habe. Zugleich habe sich die im ersten Quartal 201 verkaufte Solar-Wechselrichter-Leistung um 21,3 Prozent auf 2,1 Gigawatt erhöht.

Auch das EBITDA-Ergebnis konnte SMA weiter steigern. Es habe im ersten Quartal bei 42,1 Millionen Euro gelegen, nach 13,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei hätten sich sowohl der gestiegene Absatz als auch die gesenkten Fixkosten positiv ausgewirkt. Das Konzernergebnis habe 18,8 Millionen Euro betragen. Auch dies war mit -7,9 Millionen Euro vor einem Jahr noch deutlich negativ.

„SMA hat im ersten Quartal 2016 den Weg zu mehr Wachstum und einer nachhaltigen Profitabilität erfolgreich fortgesetzt. Wir verfügen über eine ausgewogene Umsatzverteilung über alle Segmente und Regionen hinweg und haben in allen Segmenten des Kerngeschäfts ein positives Ergebnis erzielt“, erklärte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Die im April eingegangene strategische Partnerschaft mit Tigo Energy ermögliche es zusätzlich, den wachsenden Markt für Smart-Modultechnik zu erschließen. „SMA hat durch diesen strategischen Schritt das Fundament für weiteres Wachstum insbesondere in den Segmenten Residential und Commercial gelegt und wird in den nächsten Monaten eine hochflexible und kostengünstige Lösung für die Leistungsoptimierung von Solarmodulen weltweit vermarkten“, sagte Urbon weiter. Zudem hatte SMA im April noch einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium erhalten. Mit diesem Geld will das Unternehmen sein Service-Geschäft im Bereich O&M-Dienstleistungen weiter ausbauen.

Für das laufende Jahr bestätigte der Vorstand seine Prognose. Der Umsatz soll bei 950 bis 1.050 Millionen Euro liegen. Beim EBIT-Ergebnis werde eine deutliche Steigerung auf 80 bis 120 Millionen Euro in diesem Jahr erwartet. Diese Prognose wird von einem hohen Auftragsbestand von 691,6 Millionen Euro zum Ende des ersten Quartals 2016 gestützt, wie der Vorstand mitteilte. (Sandra Enkhardt)