4. Photovoltaik-Ausschreibung: Zuschlagswerte zwischen 6,94 und 7,68 Cent pro Kilowattstunde

Wie schon in den drei Runden zuvor haben alle erfolgreichen Bieter auch bei der 4. Photovoltaik-Pilotausschreibung fristgerecht die korrekte Zweitsicherheit hinterlegt. „Es wird kein Nachrückverfahren durchgeführt“, teilte die Bundesnetzagentur auf ihrer Website mit. Sie hatte bei der Ausschreibungsrunde mit Termin 1. April insgesamt 21 Zuschläge für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit 128,21 Megawatt Gesamtleistung erteilt. Die für dieses Jahr möglichen zehn Zuschläge für Solarparks auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten sind mit der ersten Ausschreibung 2016 bereits ausgeschöpft.

In einem Hintergrundpapier veröffentlichte die Bundesnetzagentur nun weitere Details zur 4. Photovoltaik-Ausschreibung. So habe das niedrigste Gebot, das einen Zuschlag erhielt, bei 6,94 Cent pro Kilowattstunde gelegen. Der höchste Gebotswert für einen Zuschlag habe bei 7,68 Cent pro Kilowattstunde gelegen. Den mengengewichteten durchschnittlichen Zuschlagswert von 7,41 Cent pro Kilowattstunde hatte die Bundesnetzagentur bereits zuvor veröffentlicht. Er lag damit nochmals deutlich unter den 8,00 Cent pro Kilowattstunde, der als Zuschlagswert in der dritten Ausschreibungsrunde ermittelt worden war. Anders als in den beiden vorangegangenen Runden erhalten die Bieter diesmal jedoch nicht einen Einheitspreis, sondern den abgegeben Wert für ihren Solarstrom. „Hier zeigt sich ein starker Wettbewerbsdruck. Im Vergleich zu den vorherigen Ausschreibungsrunden wurden wieder fast durchgehend niedrigere Gebote abgegeben. Dies könnte eine Reaktion der Bieter auf die weiterhin große Zahl an Geboten in den vorangegangenen Runden sein“, lautet das Fazit der Bundesnetzagentur zur Preisentwicklung.

Insgesamt waren in der dritten Ausschreibungsrunde 108 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 540 Megawatt abgegeben worden. Damit war diese Runde mehr als vierfach überzeichnet. 16 Gebote mit 57 Megawatt Gesamtleistung hat die Bundesnetzagentur nach eigenen Angaben wegen Fehlern ausgeschlossen. Insgesamt hätten die Gebotswerte von 6,94 bis 10,98 Cent pro Kilowattstunde gereicht. Der mengengewichtete durchschnittliche Gebotswert habe bei 7,97 Cent pro Kilowattstunde gelegen und damit ebenfalls noch unter dem Zuschlagswert der Vorrunde. Die Gebote hätten sich auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen zwischen 264 Kilowatt und zehn Megawatt bezogen. Insgesamt 31 mit 185 Megawatt Leistung seien für Anlagen auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten abgegeben worden. Deren mengengewichteter Zuschlagswert habe bei 7,29 Cent pro Kilowattstunde gelegen, so die Bonner Behörde weiter. Der höchste Zuschlagswert für die Photovoltaik-Anlagen auf Ackerfläche sei dabei 7,41 Cent pro Kilowattstunde gewesen. Insgesamt verfügten die zehn erfolgreichen Gebote auf Ackerflächen über etwa 70 Megawatt und machten damit mehr als die Hälfte des Ausschreibungsvolumens aus.

Bei der regionalen Verteilung zeigt sich einmal mehr, dass Bayern und Brandenburg mit sieben und sechs Zuschlägen mit insgesamt mehr als 96 Megawatt weit vorn liegen. Dabei habe der Freistaat vor allem von der Ausweitung der Flächenkulisse profitieren können, so die Bundesnetzagentur in ihrem Hintergrundpapier. Insgesamt 37 Megawatt auf Ackerflächen seien in Bayern bezuschlagt worden. Daneben gingen zwei Zuschläge nach Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Jeweils ein erfolgreiches Gebot gab es aus Baden-Württemberg, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen. Bei den Gebotsmengen zeigt sich, dass 13 der 21 Zuschläge für Photovoltaik-Anlagen zwischen fünf und zehn Megawatt erteilt worden. Nur ein Zuschlag beziehe sich auf eine Anlagenerweiterung, der Rest sei für neu zu errichtete Photovoltaik-Freiflächenanlagen vergeben worden.

Die nächste Ausschreibungsrunde gibt es am 1. August. Auch dann wird die Bundesnetzagentur wieder Zuschläge für 125 Megawatt Photovoltaik-Freiflächenanlagen verteilen. Als Preisbildungsverfahren gilt erneut pay-as-bid. (Sandra Enkhardt)