GTM Research: Monitoring-Markt wächst auf 524 Gigawatt bis 2020

Mit dem immer weiter wachsenden Zubau von Photovoltaik-Anlagen weltweit wächst auch der Monitoring-Markt. In diesem Jahr werden 58 Gigawatt an überwachten Photovoltaik-Anlagen hinzukommen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von GTM Research und Solichamba Consulting. Insgesamt wachse der Monitoring-Markt damit auf eine kumulierte Photovoltaik-Leistung von 242 Gigawatt. Bis 2020 werde sich das Volumen auf 524 Gigawatt ausdehnen, prognostizieren die Analysten in ihrem Report „Global PV Monitoring 2016-2020: Markets, Trends, and Leading Players“.

Dabei unterliege der Monitoring-Markt derzeit einem großen Wandel. Die Anbieter müssten sich teilweise in ein breiteres Photovoltaik-Software-Umfeld integrieren oder mit zusätzlichen Anforderungen an Internetsicherheit sowie neue Herausforderungen des Energiemanagement-Marktes auseinandersetzen, heißt es in dem Bericht. Die Anbieter von Monitoring von Photovoltaik-Anlagen kämen dabei aus drei großen Bereichen: unabhängige Software-Anbieter, Leistungselektronik-Anbieter und Downstream-Firmen. Unter den zehn größten Unternehmen kämen sechs Anbieter aus der ersten Kategorie sowie jeweils zwei Leistungselektronik- und Downstream-Unternehmen.

Quelle: Global PV Monitoring 2016-2020

Im vergangenen Jahr war der Markt erheblich durch Fusionen und Übernahmen bestimmt. In dem Report werden exemplarisch der Übernahme von Solar-Log durch BKW, der Kauf von iTerra durch Meteocontrol und Genscapes Übernahme von Locus Energy genannt. Für dieses Jahr gehen die Analysten von weiteren Übernahmen und Fusionen aus. „Monitoring ist für den technischen, wirtschaftlichen und finanziellen Betrieb von Photovoltaik-Anlagen von großer Bedeutung und die Investoren berücksichtigen mittlerweile Bankability als einen wichtigen Faktor bei der Auswahl des Anbieters, vor allem nachdem auch große Unternehmen in allen Anbieterkategorien durch finanzielle Turbulenzen bis hin zur Insolvenz gingen“, heißt es in dem Bericht weiter. (Sandra Enkhardt)