Fraunhofer CSP optimiert Solarsysteme für Wüstenklima

Gemeinsam mit dem marokkanischen Forschungsinstitut für erneuerbare Energien IRESEN will das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP das Ertragsverhalten von Solarmodulen und -systemen unter den klimatischen Bedingungen Marokkos untersuchen und optimieren. Die beiden Forschungsinstitute unterzeichneten eine entsprechende Projektvereinbarung am Rande der Veranstaltung „Deutsch-marokkanische Energiepartnerschaft“ in Rabat, bei der auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und der marokkanische Energieminister Abdelkader Amara anwesend waren.

Im Fokus der zweijährigen Forschungskooperation stehen die Materialalterung und die Verschmutzung von Solarmodulen unter extremen Bedingungen. Anhand detaillierter Datenanalysen des Leistungsverhaltens unterschiedlicher Modultechnologien sollen mögliche Verbesserungen entwickelt werden. Zudem sollen Workshops, Seminare und Ausbildung einen beständigen wissenschaftlichen Austausch gewährleisten.

„Wir freuen uns sehr, mit diesem neuen Projekt die in den vergangenen Jahren etablierte Zusammenarbeit fortzusetzen und den Ausbau der erneuerbaren Energie in Marokko weiter zu unterstützen“, sagt Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer CSP. Badr Ikken, Leiter von IRESEN erklärt: „Nach der erfolgreichen Errichtung des Testparks zusammen mit dem Fraunhofer CSP setzen wir nun die erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit fort.“

Die Zusammenarbeit von Fraunhofer CSP und IRESEN begann bereits im Jahr 2012. Gemeinsam entwickelten sie Test-Plattformen für Photovoltaik-Module, die 2015 im sogenannten Green Energy Park im marokkanischen Ben Guerir in Betrieb genommen wurden. Hier können internationale Unternehmen und Forschungseinrichtungen lassen die Leistungscharakteristik von Solarmodulen und -systemen sowie ortsabhängige Einflüsse wie Sonneneinstrahlung, Atmosphäre, Wind, Verschmutzung, Niederschlag und Temperatur in Echtzeit ermitteln. (Mirco Sieg)