IRENA: Erneuerbare wachsen 2015 weltweit um 8,3 Prozent

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Die neu installierte Kapazität bei erneuerbaren Energien weltweit ist im vergangenen Jahr um 152 Gigawatt und damit um 8,3 Prozent gestiegen. Sie liegt damit insgesamt bei 1985 Gigawatt, wie aus der „Renewable Capacity Statistics 2016“ der International Renewable Energy Agency (IRENA) hervorgeht. Dies sei die höchste Wachstumsrate binnen eines Jahres, die es bislang gegeben habe. „Sinkende Kosten für Erneuerbare-Energien-Technologien und eine Vielzahl wirtschaftlicher, sozialer sowie ökologischer Treiber begünstigen die erneuerbaren gegenüber den konventionellen Energiequellen“, erklärte IRENA-Generalsekretär Adnan Amin. Selbst in Zeiten niedriger Öl- und Gaspreise seien die Investitionen in Erneuerbare weiter gewachsen. Insgesamt hätten sich die Investitionen auf die Rekordsumme von 286 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr belaufen. Diese Zahl hatte IRENA bereits während der kürzlich in Berlin stattgefundenen Konferenz „Energy Transition“ veröffentlicht.

2015 war dabei ein neues Rekordjahr sowohl für die Photovoltaik als auch die Windkraft. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung lag IRENA zufolge bei 47 Gigawatt – ein Anstieg von 37 Prozent gegenüber 2014. Der internationale Windmarkt sei um 17 Prozent auf 63 Gigawatt gewachsen. Die Preise für Solarmodule seien seit 2010 um 80 Prozent gefallen, heißt es weiter. Bei Turbinen für Windparks an Land betrage der Preisrückgang 45 Prozent seit 2010. Die neu installierte Leistung bei Wasserkraft sei um drei Prozent auf 35 Gigawatt gestiegen; bei Bioenergie und Geothermie habe das Plus fünf Prozent betragen auf fünf und ein Gigawatt. Die international installierten Erneuerbaren-Energien-Anlagen hätten sich in den vergangenen fünf Jahren um rund ein Drittel erhöht. Die größten Wachstumsraten haben dabei die Photovoltaik und die Windkraft verzeichnen können.

IRENA hat in ihrem Bericht auch die regionale Verteilung der Zuwächse betrachtet. Demnach sei das größte Wachstum in Entwicklungsländern zu verzeichnen gewesen. In Mittelamerika und der Karibik sei eine Steigerungsrate von 14,5 Prozent zu verzeichnen gewesen. Spitzenreiter sei Asien gewesen mit einem Plus von 58 Prozent neu installierten Kapazität an Erneuerbaren-Anlagen. Der Zuwachs in Europa habe bei 5,2 Prozent und in Nordamerika bei 6,3 Prozent gelegen.

Trotz der starken Wachstumsraten bei Photovoltaik und Windkraft liegt weltweit die Wasserkraft bei der bereits installierten Leistung noch ganz vorn. Die Erzeugungskapazitäten erreichten zum Jahresende nach dem IRENA-Report 1209 Gigawatt. Auf die Windkraft entfielen demnach 432 Gigawatt und die Photovoltaik 227 Gigawatt an installierter Kapazität bis Ende 2015. Die größten Fortschritte bei der Solarenergie habe es dabei 2015 in Asien gegeben, mit der weltweit größten Nachfrage in China und Japan. Nordamerika habe erstmals beim Zubau vor Europa gelegen, so IRENA weiter. Auch in Ozeanien und Afrika habe es einen deutlichen Photovoltaik-Zubau gegeben mit neu installierten Leistungen jeweils um die 1,0 Gigawatt. (Sandra Enkhardt)

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