RWE und Ubitricity realisieren gemeinsam leuchtende Stromtankstellen

Teilen

RWE und Ubitricity arbeiten nun gemeinsam an der Förderung der Elektromobilität in Deutschland. Am Donnerstag sei in Nordrhein-Westfalen die erste Ladesäule für Elektroautos in Betrieb genommen worden, bei der ein Straßenbeleuchtungsmast als Stromquelle genutzt wird, teilten die Unternehmen nun mit. Das Berliner Start-up hat dieses Konzept entwickelt und erste „leuchtende Stromtankstellen“ in der Hauptstadtregion seit Ende 2014 realisiert.

Die Ladesäule am Lichtmast übernehme die Funktion einer Stromtankstelle und sei dabei mit einer Systemsteckdose ausgerüstet, heißt es weiter. Die Energie komme aus dem vorhandenen Niederspannungsnetz. Jedes Auto könne an der Laternen-Ladesäule aufgeladen werden, was durchschnittlich fünf Stunden dauere. Es sei nur ein intelligentes Kabel (Smart Cable) erforderlich, das die Technologie zur Freischaltung, Messung und Datenübertragung enthalte. Die Identifizierung erfolge dann zu Beginn des Ladevorgangs automatisch und der Ladepunkt werde freigeschaltet. „Autofahrer bringen ihren mobilen Stromzähler integriert im Ladekabel einfach zu jedem Ladepunkt mit. So genügt vor Ort eine identifizierbare und schaltbare Systemsteckdose und Ladepunkte können kostengünstig überall dort installiert werden, wo das Fahrzeug ohnehin länger steht – zum Beispiel an Straßenlaternen“, so Frank Pawlitschek, Gründer und Geschäftsführer von Ubitricity. Parkzeiten könnten somit als Ladezeiten genutzt werden und Extratouren zur Tankstellen würden hinfällig.

„Mit der Möglichkeit, die Straßenbeleuchtung als Versorgungsquelle der Elektromobilität nutzen zu können, erschließen wir ein großes Potenzial. Es kann zur Lösung der Reichweitenproblematik beitragen. Insbesondere für Fahrer von Elektro-Autos, die keinen eigenen Stromanschluss am Haus oder an der Wohnung haben, eröffnen sich neue Möglichkeiten“, erklärte RWE-Bereichsvorstand Bernd Böddeling. Gerade im ländlichen Raum sei die Ausstattung mit moderner Infrastruktur von enormer Bedeutung. Die Stadt Hamminkeln ist derzeit dabei, neue Elektromobilitätskonzepte zu entwickeln. „Wir freuen uns, dass wir hier in Hamminkeln-Dingden das Pilotprojekt ,Strom tanken an der Straßenbeleuchtung‘ testen können“, sagte Bürgermeister Bernd Romanski. Die Kommune diskutiert derzeit über die Umsetzung weiterer Projekte – etwa ein E-Car-Sharing- oder eines E-Bike-Konzeptes. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.