Vetro Solar will trotz Insolvenz wieder produzieren

Die Vetro Solar GmbH befindet sich seit Januar 2016 in der Insolvenz. Am vergangenen Freitag eröffnete das Amtsgericht Dessau-Roßlau nun das Hauptverfahren und bestellte Henning Schorisch von der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm ist nun auch zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Er kündigte am Montag an, dass die seit Januar stillstehende Produktion von Solarglas am Standort Sandersdorf-Brehna in den kommenden Tagen wieder anlaufen solle. Zuvor habe er erfolgreiche Verhandlungen mit Kunden, Lieferanten und den norwegischen Gesellschaftern von Vetro Solar geführt.

Der Photovoltaik-Zulieferer musste Ende Januar seine Produktion einstellen, da ihm die Stromversorgung und sonstige Zulieferungen gekappt wurden, wie es weiter hieß. In der Folge hätten die norwegischen Gesellschafter versucht, dass Unternehmen zu sanieren und die Eröffnung des Insolvenzhauptverfahrens zu vermeiden. Dies gelang jedoch nicht. Die etwa 25 Mitarbeiter von Vetro Solar würden in den kommenden Wochen ihren Lohn der vergangenen drei Monate ausbezahlt bekommen, teilte der Insolvenzverwalter nun mit. Schorisch wolle sich nun neben der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs vor allem um die Investorensuche kümmern. Er habe dafür einen „strukturierten Investorenprozess eingeleitet“. Angaben zu möglichen Interessenten sowie dem Stand der Verhandlungen wollte er jedoch nicht machen, zeigte sich aber zuversichtlichen einen Investor für Vetro Solar finden zu können. (Sandra Enkhardt)