Strom aus Photovoltaik-Speichern vollautomatisch am Intraday-Markt handeln

Der Speicheranbieter Caterva meldet, eine Energiemanagementlösung entwickelt zu haben, mit der Solarstromspeicher virtuell zusammengefasst und gemeinsam am Intraday-Strommarkt vermarktet werden können. Das System stelle sicher, dass die Anlagen zur Bereitstellung von Regelenergie verfügbar sind und vollziehe den Handel vollautomatisch. So sei ein viertelstündlicher Handel am Intraday-Markt möglich. Nicht nur virtuelle Großspeicher, also virtuell zusammengefasste Home-Speicher, könne das Energiemanagementsystem managen, sondern auch virtuelle Kraftwerke mit anderen Komponenten.

Das Energiemanagementsystem erfasse die Ladezustände der Speicher und könne individuelle Vorgaben und vertragliche Verpflichtungen berücksichtigen. Auch Prognosen für Stromerzeugung, -verbrauch und Wetterdaten könnten berücksichtigt werden. Anhand von Preistrends  gebe das System dann vollautomatisch Gebote für den An- und Verkauf an der Strombörse EPEX-SPOT ab. Auch kleinere Volumina lassen sich so Caterva zufolge gewinnbringend an der Börse vermarkten.

Bereits seit Sommer 2015 zeige ein vom Freistaat Bayern geförderten Gemeinschaftsprojekt mit der N-ERGIE Aktiengesellschaft, was machbar ist. Dabei stellen 65 Speichersysteme von Caterva Primärregelleistung bereit. Durch den automatischen An- und Verkauf von Strom am Intraday-Markt werde sichergestellt, dass die vernetzten Speicher auf Netzschwankungen reagieren können. (Mirco Sieg)