Japan: Erneuerbaren-Projekte mit 85,55 Gigawatt seit Juli 2012 genehmigt

Japan reagierte auf die Atomkatastrophe von Fukushima mit der Einführung eines großzügigen Förderprogramms für erneuerbare Energien im Juli 2012. Seither sind Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer Gesamtleistung von 85,55 Gigawatt genehmigt worden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf das japanische Wirtschaftsministerium (METI) meldet. Gerade der Photovoltaik-Ausbau hat davon profitiert. So beträfen 79,76 Gigawatt der gesamten Genehmigungen Photovoltaik-Projekte, wovon 23,65 Gigawatt seit Juli 2012 ans Netz gegangen seien. 2680 Megawatt der Genehmigungen seien für Biomasseanlagen erteilt worden und 2330 Megawatt für Windkraftanlagen. Die restliche Menge entfalle auf kleine Wasserkraftanlagen (710 Megawatt) und Geothermie (70 Megawatt).

Die japanische Regierung berät derzeit über eine Kürzung der Einspeisetarife für die erneuerbaren Energien. Auch wird derzeit in dem Land über eine Umstellung der Förderung auf Ausschreibungen diskutiert. Nach Angaben des Ministeriums ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung von 1,4 Prozent im März 2012 auf 3,2 Prozent Ende März 2015 gestiegen. Nicht einbezogen ist dabei die Energieerzeugung aus Wasserkraft. (Sandra Enkhardt)