Leclanché liefert Großspeicher nach Kanada

Das kanadische Unternehmen Hecate Canada Storage II. LLP. hat Leclanché mit der Lieferung eines 13 Megawatt/53 Megawattstunden-Energiespeichers beauftragt. Es handele sich um eines der größten Projekte für Stromspeicher für Netzdienstleistungen in Nordamerika, teilte das Schweizer Unternehmen mit. Es seien sechs Netzdienstleistungsvereinbarungen mit dem in Ontario ansässigen unabhängigen kanadischen Netzbetreibers IESO für mehrere Standorte geschlossen worden. Der finanzielle Abschluss sowie der Kaufauftrag werden im ersten Halbjahr 2016 erwartet, wie es weiter hieß.

Die Kraftwerksanlagen, für die Leclanché die vollständigen Batteriespeichersysteme liefere, sollen in der Nähe von Toronto gebaut werden. Deltro Energy Inc. übernehme die Entwicklung, das Design und den Bau der Kraftwerksanlagen, der Steuerungssysteme sowie der Anschlüsse an das Hochspannungsnetz sowie deren Betrieb. Die Anlagen würden voraussichtlich im vierten Quartal ans Netz angeschlossen.

Die Verträge sind Leclanché zufolge von IESO im Jahr 2014 ausgeschrieben worden. Der kanadische Netzbetreiber will mit den Batteriespeichersystemen einen Teil des Bedarfs an Systemdienstleitungen mit schneller Reaktionszeit abdecken. Hauptbestandteil der Dienstleistungsverträge für den Batteriespeicher seien Spannungshaltung und Blindleistungsbereitstellung, hieß es bei Leclanché weiter. Dies werde zunehmend gebraucht angesichts der steigenden Einspeisung von Windkraft und Photovoltaik ins Hochspannungsnetz.

"Beim Bieterverfahrens herrschte zwischen den weltweit größten Energiespeicherlieferanten extrem harter Wettbewerb. Wir haben beschlossen bei diesem Projekt mit Leclanché zusammenzuarbeiten, da Leclanché hoch qualitative Batteriesysteme anbietet und sehr professionelle, durchdachte Lösungen für die Entwicklung und den Bau eines kompletten Batteriespeicher-Kraftwerks liefert“, erklärte David Del Mastro, Vorstandschef von Deltro. Leclanché-CEO, Anil Srivastava, ergänzte, dass die Finanzierungsverhandlungen für das Projekt möglichst zeitnah abgeschlossen werden sollten. „Wir hoffen, mit dem Bau des Vorhabens bereits im Frühjahr 2016 beginnen zu können und die erste Inbetriebnahme bis Ende des Jahres vorzunehmen.“ (Sandra Enkhardt)