Eon vollzieht operative Trennung

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Eon hat die operative Trennung seiner Geschäftsbereiche zum Jahresanfang planmäßig vollzogen. Dies bedeutet, dass sich nun die neue Eon unter altem Namen aber mit Sitz in Essen auf die Geschäftsbereiche erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentriert. Die Geschäfte mit der konventionellen Stromerzeugung aus Wasser, Erdgas und Kohle sowie der globale Energiehandel sind in die operativ eigenständige Gesellschaft Uniper mit Sitz in Düsseldorf übergegangen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Eon habe damit einen „wesentlichen Meilenstein bei der Umsetzung der neuen Strategie erreicht“.

Eine Abspaltung von Uniper und damit die rechtliche Trennung der Unternehmen könne voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte nach der Zustimmung der Aktionäre im Juni 2016 erfolgen. Es sei das Ziel von Eon, sich dann nach einer Börsennotierung von Uniper mittelfristig komplett aus der neuen Gesellschaft zurückzuziehen, hieß es weiter.

Der Energiekonzern hatte im Dezember 2014 die Aufspaltung seines Geschäfts angekündigt – genau ein Jahr vor RWE, das sein Geschäft mit erneuerbaren Energien künftig in einer eigenen Gesellschaft ausgliedern will. „Wir befreien uns aus der Notwendigkeit ständiger Kompromisse und wollen uns mit zwei bald auch rechtlich unabhängigen Unternehmen an die Spitze des Wettbewerbs in beiden Energiewelten vorarbeiten“, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen, der auch nach der Aufteilung weiter an der Spitze von Eon steht. Klaus Schäfer übernahm die Vorstandsspitze bei Uniper.

Ein Schönheitsfleck bei der neuen Eon sind die Atomkraftwerke. Ursprünglich war geplant, deren Betrieb zu Uniper zu überführen. Dies scheiterte jedoch und so kündigte Eon im Herbst an, dass die AKW bei Eon verbleiben, allerdings „kein strategisches Geschäftsfeld“ darstellten. Sie sollen in einer gesonderten operativen Einheit mit dem Namen „Preussen Elektra“ unter dem Dach von Eon weiter betrieben werden. Derzeit verfügt der Energiekonzern noch über drei AKW in Deutschland sowie Minderheitsbeteiligungen an drei weiteren AKW. (Sandra Enkhardt)

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