300-Megawatt Solarpark in Frankreich eingeweiht

Die Fertigstellung hat eine Weile gedauert aber nun wurde der größte Solarpark Europas vollständig ans Netz gebracht. Mit einer Nennleistung von 300 Megawatt nimmt er rund 250 Hektar Fläche in der Nähe der französischen Stadt Bordeaux ein.

Die Entwicklungskosten des Projekts lagen laut Projektentwickler Neoen bei rund 360 Millionen Euro. Der Strom aus der Anlage kostet etwa 10,5 Eurocent pro Kilowattstunde über 20 Jahre. Dies sei auf gleichem Niveau wie Windstrom und günstiger als Strom aus neu gebauten Atomkraftwerken, sagt  Xavier Barbaro, CEO von Neoen.

Ältere französische Atomkraftwerke, die in den 70ern und 80ern gebaut wurden, produzieren Atomstrom für ungefähr 55 Eurocent pro Kilowattstunde. Neuere Atomkraftwerke, wie zum Beispiel das umstrittene Hinkley-Point-C-Projekt in Großbritannien, produzieren allerdings Strom für einen staatlich garantierten Preis von 13 Eurocent pro Kilowattstunde.

Besonders am Cestas-Projekt sei auch die Ost-West-Ausrichtung der Solarmodule, erklärte Xavier Barbaro bei der Einweihung. In der Regel hätten Solarparks in diesen Breitengraden eine südliche Ausrichtung. Durch die Ost-West-Ausrichtung könne aber auf der gleichen Fläche mehr Strom erzeugt werden. Zudem werde mehr Strom in der Morgen- und Abendstunden bereitgestellt, was eher den Ansprüchen des französischen Stromnetzes entspreche. (Ian Clover; Übersetzt und bearbeitet von Mirco Sieg)