1 Jahr nach Eon: RWE verkündet Aufspaltung

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Der Vorstand der RWE AG hat die Bündelung der Geschäftsfelder erneuerbare Energien, Netze sowie Vertrieb im In- und Ausland in einer neuen Tochtergesellschaft beschlossen. Rund zehn Prozent der neuen Gesellschaft würden voraussichtlich Ende kommenden Jahres im Zuge einer Kapitalerhöhung an der Börse platziert, hieß es in der Ankündigung am Dienstag. Zeitgleich oder nachfolgend könnten weitere Anteile an der neuen Gesellschaft veräußert werden. Mit diesem Schritt wolle RWE neue Finanzierungs- und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten für die Sparten schaffen. Die Aufspaltung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dieser werde voraussichtlich am 11. Dezember darüber entscheiden, hieß es weiter.

Vor genau einem Jahr hatte der Konkurrent Eon die Aufspaltung seiner Geschäfte angekündigt. Demnach soll künftig unter der Marke Eon das Geschäft mit erneuerbaren Energien, Netzen und Kundenlösungen vorangetrieben werden. Die übrigen Sparten sollen in die neu gegründete Gesellschaft Uniper überführt werden, mit Ausnahme der von Eon betriebenen AKW. Das deutsche Kernenergiegeschäft muss nach dem Willen der Politik bei Eon verbleiben, soll dort dann aber als gesonderte Einheit unter dem Namen „Preussen Elektra“ fortgeführt werden, wie es zuletzt hieß. Bis zum Jahresende will Eon seine Aufspaltung vollziehen.

Bereits im März hatte RWE einen Umbau des Konzerns angekündigt. Das "Handelsblatt" berichtet, dass sich die Muttergesellschaft auch künftig um das konventionelle Stromgeschäft und den Energiehandel kümmern werde. Die Haftungsmasse für die AKW solle nicht verändert werden. (Sandra Enkhardt)

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