SMA liefert Komponenten für koreanisches Speicherprojekt

Die SMA Solar Technology AG wird im November 24 Batterie-Wechselrichter vom Typ „Sunny Central Storage 1000“ sowie notwendige Systemtechnik für die Batterieintegration nach Südkorea liefern. Die Wechselrichter kämen mit großen Lithium-Ionen-Batterien eines führenden koreanischen Herstellers zur Bereitstellung von 24 Megawatt Stromaufbereitungsleistung zum Einsatz, teilte der hessische Photovoltaik-Hersteller am Dienstag mit. Die Qualifizierung des Gesamtsystems erfolge während eines sechsmonatigen Testbetriebs.

Der Bereitstellung von Reserveleistung komme in Südkorea eine besondere Bedeutung zu. Wegen der Insellage des Landes – auch bedingt durch den Konflikt mit Nordkorea – sei es nicht möglich, für die Stabilität der Stromnetze benötigte Regelleistung zu importieren. Daher müsse die Leistung im Land selbst erzeugt und bereitgestellt werden. Der koreanische Energieversorger KEPCO habe daher angekündigt, in den kommenden Jahren noch weitere Tranchen für Regelenergie-Projekte mit jeweils 200 Megawatt zur Bereitstellung von Reserveleistung zur Netzstabilisierung auszuschreiben, teilte SMA weiter mit. Dies solle die Stabilität des Stromnetzes langfristig gewährleisten.

SMA zeigte sich erfreut, als einziger nicht-lokaler Hersteller an dem Projekt beteiligt zu sein. Dies sei „ein großer Erfolg“. Der koreanische SMA-Partner Bosung Powertec Co. werde die Batterie-Wechselrichter vor Ort installieren. „Die Sunny Central Storage Batterie-Wechselrichter erbringen zusammen mit netzgekoppelten Speichern vollumfänglich Systemdienstleistungen wie Frequenzregelung oder Netzengpassmanagement“, erklärt Volker Wachenfeld, Executive Vice President Off-Grid and Storage bei SMA. Mit dem Großspeicher-Projekt könne zugleich auch der Ausbau von erneuerbaren Energien weltweit unterstützt werden. (Sandra Enkhardt)