Niedrig-Last-Generatoren machen Photovoltaik-Diesel-Anwendungen sauberer und effizienter

Flexible Niedrig-Last-Generatoren können Photovoltaik-Diesel-Hybridlösungen im Bergbau noch attraktiver machen. Dies ist die Kernaussage einer neuen Studie, die Danvest und THEnergy am Dienstag veröffentlicht haben. Mit dem neuen Ansatz würden die Beschränkungen von traditionellen Generatoren überwunden und Betriebskosten könnten gesenkt werden. Der dänische Hersteller Danvest hat nun einen solchen flexiblen Generator, seine Power Box mit CAT- bzw. Cummins-Motoren, vorgestellt. Die neuen Generatoren seien nun so ausgelegt, dass sie in Niedrig-Lastbereichen oder Reserve-Modus laufen können, in dem dann quasi kein Diesel verbraucht werde. Zudem reagierten sie extrem schnell auf Erzeugungsschwankungen der Photovoltaik-Anlage und auf Laständerungen. Ein Vorteil gegenüber den konventionellen Dieselgeneratoren, die für einen möglichst effizienten Betrieb im optimalen Lastpunkt ausgelegt werden.

Nach den Ergebnissen der Studie kann an sonnigen Tagen die Photovoltaik-Anlage mit flexiblen Generatoren annährend 100 Prozent der benötigten Energie erzeugen, während der Dieselverbrauch gegen Null tendiert. In der Nacht werde der Niedrig-Last-Generator wie ein normaler Diesel-Generator eingesetzt und könne etwa bei Hybridanwendungen im Bergbau die Mine mit Strom versorgen. Danvest hat bereits viele Erfahrungen beim Einsatz seiner Niedrig-Last-Generatoren in Kombination mit Windkraftanlagen gesammelt. „Da dem Solar-Diesel- aber zurzeit größere Aufmerksamkeit als dem Wind-Diesel-Markt widerfährt, haben wir unsere bewährte Lösung für dieses sehr dynamische Segment angepasst“, erklärt Thomas Qvist Vestesen, Vorstandschef von Danvest Energy A/S.

Die Studie zeigt nun, dass mit Hilfe von Niedrig-Last-Generatoren der Anteil von erneuerbaren Energien im Gesamtsystem nahezu verdoppelt werden könne. Dafür seien noch nichht einmal Energiespeicher im Zusammenhang mit der Hybridanwendung notwendig. Zugleich lieferten die flexiblen Generatoren viel Potenzial um die Betriebskosten von Minen erheblich zu senken. Eine schnell verfügbare Reserve stelle die Stromerzeugung zudem im Falle von Lastveränderungen oder sinkender Photovoltaik-Erzeugung sicher. „Die Nachfrage nach Rohstoffen ist zurückgegangen, und Preise sind entsprechend gefallen. Die Bergbau-Branche steht großen Herausforderungen gegenüber. Der Abbau von Betriebskosten, wie Ausgaben für Strom, hat sich zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor entwickelt. Dabei können Diesel-Hybrid-Anlagen mit Niedrig-Last-Generatoren die Spielregeln des Marktes verändern, indem sie einen hohen Anteil lokal erzeugter, preiswerter erneuerbarer Energie ermöglichen. Sogar bei den augenblicklich niedrigen Ölpreisen schlagen optimierte Hybrid-Technologien in aller Regel die Preise von konventionell erzeugtem Diesel-Strom“, erklärt Thomas Hillig, CEO von THEnergy.

Insbesondere in der Bergbauindustrie hätten die Niedrig-Last-Generatoren viel Potenzial. „Das zusätzliche Investment einschließlich der Photovoltaik-Anlage amortisiert sich nach ungefähr vier bis sieben Jahren“, so Hillig weiter. Es gebe bereits eine zunehmende Zahl an Bergbauunternehmen die derartige Hybridprojekte für die Zukunft planten. In der Studie haben THEnergy und Danvest die technische und strategische Eignung von Niedrig-Last-Generatoren speziell für die Bergbaubranche analysiert. Dafür seien verschiedene Tests verwendet worden, die mit Hilfe von 21 Expertengesprächen auf ihre Markttauglichkeit geprüft worden seien. In der Studie werden zudem verschiedene Investitionsfälle simuliert. (Sandra Enkhardt)