Sunedison kündigt Einschnitte an

Sunedison, Inc. hat für Mittwoch eine Investorenpräsentation angekündigt. Dabei will der US-Hersteller eine Reihe von Maßnahmen vorstellen, um seine Geschäftstätigkeiten zu optimieren, wie es der Ankündigung heißt. Mit einem Absatz von etwa vier Gigawatt pro Jahr sieht sich Sunedison sehr gut positioniert, um nun die Vorteile seiner Größe nutzen zu können. So wolle sich das US-Unternehmen künftig auf hoch profitable Kernmärkte wie USA, Indien, China und Lateinamerika konzentrieren. Zudem sollen Doppelstrukturen abgeschafft werden, etwa durch eine Zentralisierung des Geschäfts und der Produktionen, wie es weiter heißt. Zudem sollen Services vereinfacht werden, um so Kostenreduktionen und Skaleneffekte nutzen zu können. Zu all diesen Bereichen würden Vorstandschef Ahmad Chatila und Finanzchef Brian Wuebbels am Mittwoch weitere Einzelheiten präsentieren. Auf Nachfragen von pv magazine zu diesem Thema per Mail und Telefon reagierte das Unternehmen zunächst nicht.

„Greentechmedia“ (GTM) hatte zuvor bereits von einem internen Memo von Chatila an die Belegschaft von Sunedison berichtet. Demnach sollen etwa zehn Prozent der weltweit etwa 7.300 Mitarbeiter entlassen werden. Dazu wolle Sunedison rund 30 Prozent der Gesamtkosten einsparen. 20 Prozent sollen davon auch dem Bereich der Nicht-Arbeitskosten stammen, weitere zehn Prozent vom Personalabbau, wie GTM aus dem Memo zitiert. Die meisten Änderungen sollten im Laufe des vierten Quartals angekündigt werden; die letzten Einschnitte dann voraussichtlich im ersten Quartal 2016.

Sunedison hat in diesem Jahr rund 80 Prozent seines Aktienwerts verloren. Nach einigen Zukäufen erhöhte sich die Verschuldung bis zum Ende des zweiten Quartals auf 10,7 Milliarden US-Dollar. Besonders die Akquisition von Vivint Solar verwunderte viele Experten, da Sunedison einen Geschäftsfokus eigentlich im Photovoltaik-Kraftwerkssegment hat. Auch die mit Terraform gebildete Yieldco läuft für Sunedison eher schlecht. Sie verloren in diesem Jahr bereits 49 Prozent an Wert. (Sandra Enkhardt)