Jinko Solar legt Pläne für Modulwerk in Brasilien auf Eis

Der Bau eines Werks von Jinko Solar in Brasilien wird sich verzögern. Wegen Währungseinbrüchen und der schwächelnden lokalen Wirtschaft habe der chinesische Photovoltaik-Hersteller seine Pläne vorerst auf Eis gelegt, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Währung Real sei in den vergangenen  elf Monaten um mehr als 60 Prozent zurückgegangen. Am 31. Oktober 2014 waren Solarparks mit mehr als einem Gigawatt Photovoltaik-Leistung bezuschlagt worden. Jinko Solar will nach Berichten auf der im September stattgefundenen Intersolar South America 579 Megawatt für solche Projekte liefern. Auch wegen der geltenden Local-Content-Regelung würde eine eigene Modulfabrik dem chinesischen Hersteller helfen, seinen Marktanteil zu vergrößern. Für erste Solarparks in Brasilien hat Jinko Solar bereits Module geliefert oder einen konkreten Auftrag dafür.

„Unsere erfolgreiche Strategie bei Jinko Solar ist, die Produktion in Schüsselmärkten zu lokalisieren“, erklärte Arturo Herroro, Leiter für aufstrebende Märkte in dem Unternehmen, der Nachrichtenagentur. „In Brasilien gibt es aber noch zu viel Unsicherheit und Währungsrisiken, so dass wir unsere Entscheidung verschoben haben.“ Dennoch sei Brasilien für das Unternehmen weiterhin ein viel versprechender Markt, sowohl für Groß- also auch Kleinanlagen.  Jinko Solar hat derzeit Photovoltaik-Produktionen n China, Malaysia, Portugal und Südafrika.

Brasiliens Local Content-Regelung beinhaltete, dass die Entwicklungsbank des Landes, BNDES, günstige Kredite für Photovoltaik-Projekte anbietet, wenn im Inland produzierte Komponenten verwendet werden. Damit solle auch eine Solarindustrie in Brasilien aufgebaut werden. (Sandra Enkhardt)