Jinko Solar entschädigt US-Aktionäre

Die Jinko Solar Holding Co., Ltd. hat sich mit Klägern einerSammelklage in den USA geeinigt. Diese war im Jahr 2011 im Namen aller Aktionäre von Jinko Solar eingereicht worden, die die American Depositary Shares von Jinko Solar zwischen dem 13. Mai 2010 und dem 20. September 2011 gekauft hatten. Die Vereinbarung sehe vor, dass die betroffenen Aktionäre Entschädigungszahlungen in Höhe von 5,05 Millionen US-Dollar, abzüglich Gerichtsgebühren, erhalten sollen, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller am Mittwoch mit. Jinko Solar werde einen Teil zum Entschädigungsfonds beitragen; die restliche Summe komme von Versicherern von Jinko Solar. Zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Einigung erwarte der chinesische Photovoltaik-Hersteller nicht.

Das Gericht muss die Einigung zwischen Jinko Solar und den Klägern noch genehmigen. Dafür zuständig sei Richter Paul Oetken am Bundesgericht von New York, wo der Fall anhängig ist. Damit wären dann alle mit der Sammelklage verbundenen Forderungen gegen den Vorstand und die Direktoren von Jinko Solar für den betroffenen Zeitraum sowie die Konsortialbanken, die am US-Börsengang des Unternehmens beteiligt gewesen sind, abgelöst. Die Kläger hatten unter anderem behauptet, dass einige Angaben von Jinko Solar bei der US-Börsenaufsicht falsche Angaben über die Einhaltung von Umweltauflagen in China beinhaltet hätten. Jinko Solar selbst bestreitet weiterhin die Vorwürfe. Dennoch habe sich der chinesische Photovoltaik-Hersteller nun zu dieser Einigung mit den Klägern entschieden, um weitere Kosten und Unsicherheiten durch einen langjährigen Rechtsstreit abzuwenden, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)