Yingli verbucht weiteren 130-Megawatt-Auftrag in China

Yingli Green Energy kann einen weiteren Großauftrag aus China verbuchen. Der Photovoltaik-Hersteller hat nach nun veröffentlichten Angaben mehrere Verträge mit Qingdao New Energy Solutions (NESI) für die Lieferung von 130 Megawatt an Solarmodulen geschlossen. Yingli habe mit der Auslieferung der ersten 30 Megawatt bereits begonnen und wolle diese Tranche bis zum Monatsende komplett ausliefern. Nach den nun geschlossenen Vereinbarungen sollen die restlichen 100 Megawatt bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 an NESI geliefert werden. Die insgesamt mehr als 500.000 multikristallinen Solarmodule sollen dann für Photovoltaik-Kraftwerke, industrielle Dachanlagen und BIPV-Lösungen in der Landwirtschaft eingesetzt werden, wie es weiter hieß. Die Projekte befänden sich in verschiedenen Provinzen Chinas.

Für NESI ist es die erste Zusammenarbeit mit Yingli. Im August habe das Unternehmen die Zusammenarbeit mit verschiedenen staatseigenen Banken und Institutionen geschlossen, um den ersten Fonds für landwirtschaftliche Photovoltaik-Projekte in China aufzulegen, erklärte Shen Jianfei, Vorstand bei NESI. Für Yingli sei die Kooperation mit NESI nun Teil der Strategie, die Partnerschaften mit führenden privaten Unternehmen in China auszuweiten. Diese habe nun zu Aufträgen für die Lieferung von 350 Megawatt in diesem Jahr geführt. Gerade im zweiten Halbjahr sei eine steigende Photovoltaik-Nachfrage in China zu erwarten, von der Yingli nun profitieren wolle. Erst vor wenigen Tagen hatte der Photovoltaik-Hersteller mit der CFC Group Construction Ltd. einen Vertrag über die Lieferung von Solarmodulen im Gesamtumfang von 170 Megawatt geschlossen. Die Die mehr als 650.000 multikristallinen Solarmodule will Yingli im dritten und vierten Quartal für den Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks in der chinesischen Provinz Hebei ausliefern. Es sei YInglis bislang größter Lieferauftrag in China, teilte das Unternehmen weiter mit.

Yingli war einige Zeit der führende chinesische Photovoltaik-Hersteller. Das Unternehmen steckt aber seit einigen Monaten in der Krise. Zuletzt musste Yingli seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken. Zudem droht dem Unternehmen das Delisting an der New Yorker Börse und Mitte Mai verkündete Yingli, kurzfristige Schulden und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar zu haben. Danach kamen bereits Insolvenzgerüchte auf, die der Hersteller aber stets zurückwies. (Sandra Enkhardt)