Sybac Solar baut Geschäft in Japan aus

Die Sybac Gruppe hat gemeinsam mit seinem japanischen Partner Green Power Development Corporation of Japan (GPDCOJ) Rechte für zwei weitere Photovoltaik-Anlagen erworben. Diese befänden sich in Isahaya in der Präfektur Nagasaki, die mit Ertragswerten von mehr als 1200 Kilowattstunden pro Kilowattpeak zu den attraktivsten des Landes gehöre, teilte der deutsche Projektierer nun mit. Die beiden Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 3,5 Megawatt sollen nun zur Baureife geführt, installiert und anschließend an Investoren verkauft werden. Die Vergütung für den Solarstrom aus den beiden Photovoltaik-Anlagen liege bei umgerechnet etwa 27 Eurocent pro Kilowattstunde, hieß es weiter. Aktuell befänden sich bereits drei Projekte dieser Größenordnung von Sybac Solar in Bau. Wie die neu erworbenen Projekte sollen sie in den kommenden sechs Monaten realisiert werden.

„Projekte mit einer Anschlussleistung von unter zwei Megawatt bieten gleich zwei Vorteile. Zum einen ist das gesamte Entwicklungsverfahren vereinfacht und dadurch beschleunigt, zum anderen ist der Netzanschluss in der Regel sehr zeitnah möglich, sodass die gesamte Umsetzungsdauer bis zur Inbetriebnahme zwischen drei und acht Monaten liegt, was für japanische Verhältnisse sehr kurz ist“, erklärte Michael Rieber, Geschäftsführer der Sybac Solar Japan. Zudem würde die Anlagen in dieser Größenordnung gern als Steuersparmodell von kleinen und mittelständischen Unternehmen genutzt. Dies vereinfache den geplanten Verkauf der schlüsselfertigen Solarparks, so Rieber weiter. Sybac Solar sammele zudem mit den kleineren Projekten Erfahrung und baue landesspezifisches Know-how auf. Dies helfe, um später größere Projekte mit einer Leistung zwischen 10 und 65 Megawatt angehen zu können.

Sybac Solar war in der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen der große Sieger. Das Unternehmen konnte sich in einem Joint Venture mit Schwestergesellschaften letztlich 11 der 25 Zuschläge sichern. Zuvor hatte sich die Sybac-Gruppe Mitte 2013 aus dem deutschen Photovoltaik-Freiflächenmarkt zurückgezogen. Die nun in der Ausschreibung erfolgreichen Projekte sollen nach der Fertigstellung größtenteils in Bürgerhand weitergegeben werden. (Sandra Enkhardt)