Apricum: Photovoltaik-Weltmarkt wird bis 2020 weiter kräftig wachsen

Es gibt keine Anzeichen, dass der globale Photovoltaik-Markt in naher Zukunft an Fahrt verliert, heißt es im jüngsten 5-Jahres-Ausblick von Apricum. In den vergangenen drei Jahres sei eine massive Verlagerung der Nachfrage von Europa nach Asien, speziell nach China und Japan, sowie nach Nordamerika, besonders USA, erfolgt. Auch für die kommenden Jahre sei ein weiteres Anwachsen der jährlichen Photovoltaik-Nachfrage weltweit zu erwarten. Für dieses Jahr geht Apricum von einem globalen Zubau von 54 Gigawatt und einer installierten Gesamtleistung von 232 Gigawatt aus. Bis 2020 wird die Nachfrage dem Apricum-Szenario zufolge auf 92 Gigawatt und eine kumulierte Leistung von 604 Gigawatt anwachsen.

Zu diesem Zeitpunkt werde China mit 180 Gigawatt die meiste Photovoltaik-Leistung installiert haben, gefolgt von den USA mit 83 Gigawatt, Japan mit 57 Gigawatt und Deutschland mit 46 Gigawatt. In Indien erwartet Apricum eine starke Photovoltaik-Entwicklung in den kommenden Jahren. 2020 werde das Land zu den drei führenden Photovoltaik-Märkten gehören und bereits 41 Gigawatt installiert haben. Aber auch in Australien, den Philippinen und Südkorea seien große Steigerungsraten in den kommenden fünf Jahren beim Photovoltaik-Zubau zu erwarten, heißt es weiter. Auf den europäischen Photovoltaik-Märkten seien hingegen nur geringe Zuwächse bis 2020 zu erwarten. Wahrscheinlich werde es erst danach eine Photovoltaik-Renaissance geben, wenn Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher in vielen Ländern die Netzparität erreichten und somit neue Investitionsanreize setzten.

Auch wenn die Photovoltaik-Nachfrage weiter rasant wachsen wird, so bleibt doch der Solarstrom-Anteil 2020 in den meisten Ländern noch sehr gering. Weltweit würde die Photovoltaik auf einen Anteil von 2,6 Prozent kommen. In Italien und Deutschland hat sie bereits einen weit höheren Anteil erreicht und auch 2020 werden diese beiden Länder mit einem Anteil von 10,0 und 8,4 Prozent noch weltweit vorn liegen, wie es bei Apricum heißt. Japan mit 6,5 Prozent und Australien mit 6,0 Prozent folgten auf den Plätzen. Mit der weiteren Verbesserung der Speichertechnologien, des Nachfragemanagements und von Smart Grid gebe es nach 2020 aber großes Potenzial für eine deutliche Steigerung des Anteil. (Sandra Enkhardt)