Yingli und Longi produzieren künftig gemeinsam

Die Yingli Green Energy Holding Company Limited wird künftig gemeinsam mit der Xi’an Longi Silicon Materials Corp. monokristalline Wafer, Ingots, Solarzellen und Solarmodule produzieren. Mit der nun vereinbarten Partnerschaft könne Longi, das zu den größten Siliziumherstellern gehört, seine Modulfertigung erweitern. Yingli könne im Gegenzug die Technologie von Longi in seine Produktionslinien integrieren, teilte der chinesische Hersteller mit. Beide Unternehmen wollten die vorhandenen Fertigungskapazitäten, Technologien und Ressourcen entlang der monokristallinen Wertschöpfungskette künftig gemeinsam nutzen. Die Vereinbarung sehe weiter vor, dass Longi hochwerte Wafer zu wettbewerbsfähigen Preisen an Yingli liefern werde. Yingli habe im Gegenzug zugesagt, Longi als bevorzugten Lieferanten zu nehmen.

Yingli erhofft sich von der Partnerschaft unter anderem die Senkung der Kosten. Bei Longi geht man davon aus, dass mit dem weiteren Ausbau der Solarindustrie weltweit auch die Nachfrage nach monokristalliner Technologie weiter steigen wird. Mit der Kooperation könnten beide Hersteller besser auf die steigende Nachfrage weltweit reagieren.

Die Aktien von Yingli stiegen nach der Ankündigung der Produktionskooperation um fast sechs Prozent. Allerdings war der Kurs mächtig in den Keller gerutscht, nachdem Yingli Mitte Mai über seine beträchtliche kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten informiert hatte. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bezifferte Yingli mit mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar. Hinzukommen mittelfristig nochmals 276,1 Millionen US-Dollar sowie langfristige Schulden von 460,7 Millionen US-Dollar. In der Folge wies Yingli Spekulationen über eine mögliche Insolvenz zurück und betonte sich um die Neuordnung der Verbindlichkeiten zu bemühen. (Sandra Enkhardt)