Dyesol tritt als Industriepartner Solliance bei

Die Dyesol Ltd. und Solliance haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach der australische Photovoltaik-Hersteller künftig Industriepartner des Forschungsbündnisses sein wird. Solliance ist ein in Eidhoven ansässiges Bündnis mit Partner überwiegend Unternehmen, Forschungsinstitute und Universitäten aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die sich mit Dünnschicht-Photovoltaik befassen. Die Allianz biete Forschungslabore und Pilotlinien, die gemeinsam für die Entwicklungsarbeit genutzt würden, teilte Dyesol am Mittwoch mit. Der australische Industriepartner bekomme nun mit seiner dreijährigen Mitgliedschaft bei Solliance Zugang zu Produktionsanlagen und Erkenntnissen, die bei der Kommerzialisierung seiner Perowskite-Solarzellentechnologie helfen werden. Für die Kooperation mit der Allianz soll die britische Tochter Dyesol UK verantwortlich sein.

Erst in der vergangenen Woche hatte das belgische Forschungsinstitut imec, dass 2010 Solliance mit gründete, auf der Intersolar Europe ein Perowskite-Photovoltaik-Modul mit acht Prozent Wirkungsgrad vorgestellt. Es handelt sich um ein 16 Quadratzentimeter großes Forschungsmodul.

Zu Jahresbeginn hatte Dyesol mit Nesli DSC ein Joint Venture gegründet und einen umfassenden Vertrag zur Einführung und Kommerzialisierung der Perowskite-Farbstoff-Technologie in der Türkei geschlossen. Darin sind drei separate Entwicklungs- und Kommerzialisierungsetappen vorgesehen. Zunächst geht es um die Entwicklung von Prototypen, danach folge der Bau einer Pilotlinie und als drittes dann die Massenfertigung. Im Zuge der ersten Phase solle in diesem Jahr eine Produktionsanlage in der Türkei für die Herstellung der Prototypen entstehen. Dafür sollen Dyesol zufolge 1,9 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt werden. Ende März schloss Dyesol zudem mit der türkischen Entwicklungsband TBK einen nicht-bindenden Vorvertrag, in dem es um die finanzielle Unterstützung für die geplante Kommerzialisierung der Perowskite-Farbstoff-Photovoltaik-Technologie geht. (Sandra Enkhardt)