United PV will Yingli aus der Schuldenfalle retten

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Die Yingli Green Energy Holding Co. versucht derzeit, seine kurzfristigen Schulden und Verbindlichkeiten von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar neu zu strukturieren. Insolvenzgerüchte wies der einstmals größte chinesische Photovoltaik-Hersteller bereits kürzlich zurück. Nun scheint sich auch ein Retter in der Not zu finden. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg prüft United Photovoltaics (PV) Group Ltd., ein Partner von Yingli, der in Staatsbesitz ist, das Unternehmen zu stützen. Es könne eine Kooperation mit anderen Solar- oder staatlich kontrollierten Unternehmen geben, damit Yingli „durchkommt“, sagte Alan Li, Vorstandschef von United PV, in einem Interview in Peking. Sein Unternehmen gehört zur China Merchants New Energy Group.

United PV kooperiert bereits seit dem vergangenen Jahr mit Yingli, als es eine Beteiligung an der Finanzierung von Photovoltaik-Projekten mit insgesamt 300 Megawatt des Herstellers zusagte. Yingli braucht dringend frisches Geld, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und sein Geschäft weiter betreiben zu können. Zumal auch die Bilanz von Yingli – anders als etwa bei Trina Solar – immer noch wenig erfreulich ist. Yingli habe sich darauf konzentriert, in China Marktanteile zu gewinnen, wo die Profitabilität unter den niedrigen Preisen leidet, sagte Wang Xiaoting, ein in Hongkong ansässiger Analyst bei Bloomberg New Energy Finance (BNEF). „Es ist schwierig, die Situation ohne staatliche Hilfe zu meistern“, so Xiaoting weiter.

Die Hersteller hätten nicht mehr diese übermäßigen Gewinne aus der Vergangenheit und der Markt wolle Qualität, sagt Li der Nachrichtenagentur weiter. United PV und auch andere Projektentwickler nutzten daher auch eine Liste von bevorzugten Lieferanten für Solarmodule und anderes Equipment, um die Konsolidierung voranzutreiben. Die Regierung in China, die im vergangenen Jahrzehnt die Solarindustrie massiv gefördert hat, hat in jüngster Zeit eher gemischte Signale zur Bereitschaft ausgesendet, Solar zu unterstützen. Die Regierung hat allerdings das Photovoltaik-Zubauziel für dieses Jahr auf 17,8 Gigawatt installierter Leistung angehoben. Dagegen versuchen die Behörden aber auch, veraltete Kapazitäten zu beseitigen und Unternehmen zu Zusammenschlüssen zu motivieren. Andererseits habe die Regierung aber auch hingenommen, dass mit Boading Tianwei ein erstes staatliches Unternehmen in China, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht nachgekommen sei.

Nach Angaben von Bloomberg sind die Modulpreise um mehr als 67 Prozent seit 2010 gesunken. Dies habe zur Insolvenz von mehr als 30 Herstellern, darunter die Modultochter von Suntech Power und Q-Cells geführt, die Yingli dann schließlich als führender Hersteller abgelöst habe. Mittlerweile hat der chinesische Konkurrent Trina Solar aber Yingli überholt. (Sandra Enkhardt)

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