Manz bleibt trotz schwachem Jahresauftakt optimistisch

Die Manz AG hat Zahlen für das erste Quartal 2015 vorlegt. Der Umsatz habe sich mit 54 Millionen Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals bewegt, aber nicht die Erwartungen des Vorstands vollständig erfüllen können, teilte der Anlagenbauer aus Reutlingen mit. Dabei musste Manz auch Verluste hinnehmen: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei -6,4 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -9,4 Millionen Euro. „Erwartungsgemäß ist unser erstes Quartal maßgeblich durch den niedrigen Auftragseingang im letzen Quartal 2014 geprägt. Hinzu kam die Verschiebung einiger Großaufträge, die so nicht mehr zum Umsatz der ersten drei Monate beitragen konnten – allerdings werden diese Projekte in den Folgequartalen positiv zu Buche schlagen“, erklärte Vorstandschef Dieter Manz bei der Vorlage der Zahlen. Angesichts eines Auftragsbestands von rund 92 Millionen Euro bleibe die Prognose für das Gesamtjahr auch unverändert. Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr liegen bei einem Umsatz zwischen 320 und 340 Millionen Euro bei einem deutlich positiven EBIT-Ergebnis.

Die Auftragsentwicklung sei vor allem im Segment Batteriespeicher sehr dynamisch. „Auch in unseren strategischen Zielbranchen Electronics und Solar sehen wir kurzfristig großes Potential für weiteres Wachstum“, so Dieter Manz weiter. Im ersten Quartal trug die Photovoltaik-Sparte gerade einmal 12,8 Prozent zum Umsatz bei. Dies waren Manz zufolge rund 6,9 Millionen Euro. Der Bereich Battery Storage trug mit seinen Anlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien immerhin 16,5 Millionen Euro oder 30,6 Prozent zum Umsatz bei. Nach einer Kapitalerhöhung Ende April verfügt Manz nach eigenen Angaben über liquide Mittel von rund 62 Millionen Euro. Dies lasse dem Anlagenbauer genügend finanziellen Spielraum, um Wachstumschancen nutzen zu können, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)