Goldbeck Solar mit konservativer Geschäftsstrategie erfolgreich

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Viele Photovoltaik-Unternehmen in Deutschland kämpfen derzeit. Hoffnung versprüht hingegen die Goldbeck Solar GmbH, die auch 2014 erneut gegen den Branchentrend wachsen konnte. Das Hirschberger Unternehmen hat mit etwa 40 Photovoltaik-Projekten einen Umsatz von mehr als 120 Millionen Euro erzielen können. Während die Rendite stabil blieb, legte der Umsatz gegenüber 2013 leicht zu, wie Goldbeck Solar mitteilte. Rund zehn Prozent des Umsatzes mache das Hirschberger Unternehmen dabei mit der Realisierung von Photovoltaik-Dachanlagen ab 200 Kilowatt im deutschsprachigen Raum.

Im Ausland würden zudem auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit fünf Megawatt Leistung realisiert. Zuletzt habe Goldbeck Solar dies aber nur noch in Großbritannien gemacht. „England bleibt auch nach Auslauf der Förderprogramme 2015/16 für uns ein attraktiver Markt“, sagt Firmenchef Joachim Goldbeck, der seit dem vergangenen Jahr auch Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist. Derzeit versuche das Unternehmen auch den Photovoltaik-Dachanlagenmarkt in Großbritannien zu erschließen. Insgesamt geht Goldbeck Solar aber davon aus, dass das Geschäft auf der Insel in diesem Jahr nur noch etwa 50 Prozent des Umsatzes ausmachen werde, nach 90 Prozent im vergangenen Jahr.

Ein wesentlicher Grund sei, dass Goldbeck Solar künftig auch aktiver in der Türkei, in den USA und Thailand. Auch in Norditalien sei Goldbeck Solar noch mit einem Vertriebsteam vertreten und hoffe wie Solarexperten vorhersagen auf ein Anspringen der Konjunktur in diesem Jahr. Pläne für eine Expansion nach China und Japan gebe es aus kulturellen und ökonomischen Gründen nicht. Auch bei Spanien, Tschechien und Griechenland seien nicht attraktiv, da die Rechtslage nicht hinreichend gesichert sei und es nachträgliche Einschnitte bei der Solarförderung gegeben habe.

Insgesamt ist Joachim Goldbeck für die Entwicklung des Photovoltaik-Geschäfts weltweit aber optimistisch. Photovoltaik werde in immer mehr Ländern auch ohne Förderung für Investoren kurzfristig rentabel. In Deutschland sei dies auch der Fall, allerdings sei durch die letzten Gesetzesänderungen der Beratungsbedarf deutlich gestiegen. Dennoch ist der Firmeninhaber überzeugt, dass er „den Niedergang der deutschen PV-Branche unbeschadet überstanden hat“, liegt an der konservativen Geschäftsführung auch in Boomjahren. „Wir haben nie in Volumina gedacht und gerechnet, sondern in einzelnen Projekten“, sagt Goldbeck. Er habe auch einige lukrative Geschäfte dafür auch verzichtet. Zudem sei die Photovoltaik Teil einer gesamtenergetischen Betrachtung, an deren Ende energieautarke Gebäude stünden. Deshalb setzt Goldbeck Solar neben Photovoltaik auch auf Batterien, Geothermie, Eisspeicher, Blockheizkraftwerke und anderes, um die beste energetische Lösung für den Kunden anbieten zu können. (Sandra Enkhardt)

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