Hanergy will flexibles CIGS-Modulwerk in China bauen

Nach der Übernahme der CIGS-Hersteller Solibro, Miasole und Global Solar war erwartet worden, dass Hanergy eine Fabrik in China entwickeln wird, in der die verschiedenen Dünnschichtmodule gefertigt werden können. Nun hat die Hanergy Thin Film Group angekündigt, dass sie ein Werk mit 300 Megawatt für die flexible CIGS-Modulproduktion in der Provinz Hunan bauen will. Es ist der erste Schritt in diese Richtung, doch es ist weiterhin unklar, welche dieser Technologien der chinesische Hersteller weiterentwickeln wird.

Wenn Hanergy mit seinen Plänen für die 300-Megawatt-Fabrik erfolgreich ist, würden sie ihn zum größten Hersteller mit flexiblen Kapazitäten machen, der auch noch ziemlich beachtliche Margen erzielen könnte. Für sein Werk arbeitet der chinesische Hersteller mit der lokalen Regierung zusammen. Zudem erhalte Hanergy Unterstützung von den örtlichen Behörden und der Stadtregierung von Changde, wo die Fabrik gebaut werden soll. Die Tochtergesellschaft Beijing Jing Cheng Platinum Solar Power Equipment Company Limited ist für den Bau und die Ausstattung des Werks verantwortlich, wie es weiter hieß. Das Land, auf dem die Fabrik entstehen soll, will Hanergy von der Stadt pachten. Bis Juni 2016 soll der Bau abgeschlossen sein.

Hanergy hatte erst in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass es Global Solar von der Tochter Hanergy Thin Film Power an die Hanergy Hi-Tech für 1 US-Dollar verkauft. In den Statement des Unternehmens wird Hanergy Hi-Tech nicht erwähnt. Zuvor hatte der chinesische Hersteller bereits Pläne veröffentlicht, dass er CIGS-Modulfabriken mit einer Kapazität von 5,25 Gigawatt errichten wolle. Verschiedene Werke sind in Zusammenarbeit mit chinesischen Regierungen schon entstanden. Wohin Hanergy allerdings die CIGS-Dünnschichtmodule liefert, ist weitgehend unbekannt oder wurde zumindest bislang von Industrieanalysten nicht herausgefunden. (Jonathan Gifford/übersetzt und bearbeitet: Sandra Enkhardt)