Hanwha Q-Cells und Hanwha Solarone fusionieren

Solarone wird 100 Prozent der Q-Cells Anteile vom derzeit alleinigen Anteilseigner HSH akquirieren. Die Aufsichtsgremien beider Unternehmen haben der Transaktion zugestimmt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Anteilseigner sowie behördlicher Genehmigungspflichten kann die Fusion voraussichtlich schon im ersten Quartal 2015 abgeschlossen werden.

„Die Kombination von Solarone und Q-Cells schafft einen globalen Marktführer, der für ein langfristiges Wachstum gut aufgestellt ist“, sagt Seongwoo Nam, Chief Executive Officer von Solarone. Q-Cells steuere branchenführende Technologie sowie Forschung und Entwicklung bei. Auch die Q-Cells Downstream-Expertise in den Bereichen Entwicklung, EPC und Projektfinanzierung sei wertvoll für das Gesamtunternehmen. „Die Größe der beiden kombinierten Unternehmen sowie die optimierte globale Aufstellung soll unsere strategische und finanzielle Position stärken“, so Nam.

Ein Vorteil der Fusion ist laut Hanwha ein „strategisch differenziertes Herstellungsprofil“. Q-Cells habe beispielsweise eine kosteneffiziente und automatisierte Produktionsstätte in Malaysia, die nicht von Anti-Dumping-Schutzzöllen der USA und EU betroffen ist. Solarone hat Produktionsstätten in China und entwickelt gerade eine weitere Produktion in Korea, die im Jahr 2015 in Betrieb gehen soll. Diese breite Präsenz erhöhe die Flexibilität was die Wertschöpfung und die Überwindung von Handelsbarrieren angeht.

Auch im Downstream Bereich ergeben sich laut Hanwha Vorteile aus der Fusion. Das zusammengeführte Unternehmen werde zunächst eine Downstream-Pipeline von 2,17 Gigawatt haben, von denen sich 30 Prozent im fortgeschrittenen Stadium befinden. Q-Cells bringe dafür unter anderem „einen mehr als 700 Megawatt starken Track Record an Installationsexpertise seit 2007“ mit.Stefan de Haan, Analyst bei IHS, sagt im Interview zu pv magazine, dass es sich bei der Fusion um eine nicht ganz unerwartete Nachricht handelt. Die Fusion sei „ein bedeutsamer Schritt in die Modulfertigungsindustrie". (Mirco Sieg)