REC Solar weiter sehr stabil

REC Solar zeigte auch im zweiten Quartal 2014 eine stabile Entwicklung. Der Umsatz habe sich auf 175,8 Millionen US-Dollar belaufen und sei damit ganz leicht höher als im ersten Quartal, sagte Luc Grare, Marketingchef von REC Solar, im Interview mit pv magazine. Das Ebitda-Ergebnis im Modulbereich habe bei 21,6 Millionen US-Dollar gelegen und damit rund 30 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals. „Grund dafür ist eine Rückzahlung von Vermögenssteuern durch Singapur von 7,4 Millionen US-Dollar“, sagt Grare. Der Verkaufspreis für die Solarmodule sei um 1,5 Prozent gesunken. Damit liege REC unter dem weltweiten Durchschnitt, wonach die Modulpreise gegenüber dem ersten Quartal um 4,5 Prozent gesunken seien, sagte Grare weiter. Auch im zweiten Quartal sei die Fabrik in Singapur voll ausgelastet gewesen. Den Absatz beziffert er mit 232 Megawatt. Allerdings werde das Werk gerade ausgebaut. Daher habe REC Solar am Markt Wafer zukaufen müssen. Damit lägen die eigenen Kosten etwas höher. Im dritten Quartal müssten aber bereits weniger Wafer am Markt zugekauft werden. „Für dieses Jahr haben wir uns eine Kostenreduktion von acht bis zwölf Prozent vorgenommen. Wahrscheinlich werden wir eher am unteren Ende liegen“, sagte Grare weiter. Im zweiten Quartal haben die Herstellungskosten bei 0,65 US-Dollar pro Watt gelegen. Zwei US-Dollarcent weniger als noch im ersten Quartal.

Der Ausbau der Fabrik in Singapur, den REC Solar zu Beginn des Jahres begonnen hat, komme mit einigen Verzögerungen voran. Die dafür erforderlichen 70 Millionen US-Dollar würden komplett aus Eigenmitteln finanziert, sagte Grare. Er sei zuversichtlich, dass der Ausbau der Kapazitäten bis zum zweiten Quartal 2015 abgeschlossen sei. In diesem Jahr soll die Kapazität auf etwa 950 Megawatt und im kommenden Jahr dann auf etwa 1,2 Gigawatt gesteigert werden. Mit Blick auf die weltweiten Photovoltaik-Märkte betonte er die Bedeutung von Europa für REC Solar. Im zweiten Quartal habe der Hersteller 60 Prozent seiner Solarmodule in Europa abgesetzt. Dies seien insgesamt 135 Megawatt, wobei 62 Megawatt nach Großbritannien und 52 Megawatt nach Deutschland geliefert worden seien. 25 Prozent seiner Solarmodule setzte REC nach eigenen Angaben in Japan ab. Damit habe dieser Markt etwas an Bedeutung für den Photovoltaik-Hersteller verloren. Der Preisdruck habe wegen der großen Konkurrenz aus China mittlerweile auch dort zugenommen, so Grare. In den US-Markt setzt REC Solar hingegen große Hoffnungen. Noch liege der Anteil nur bei sieben Prozent. Doch dieser werde weiter steigen. So habe REC Solar seine Liefervereinbarung mit dem US-Konzern Solarcity von 100 auf bis zu 240 Megawatt ausgeweitet. Grare sieht dahinter auch die anstehende Entscheidung über die Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle für chinesische Photovoltaik-Hersteller, die nun auch auf taiwanesische Unternehmen ausgeweitet werden könnten. REC Solar produziert in Singapur und ist daher nicht davon betroffen. Außerdem werde der Hersteller demnächst seine neuen 72-Zell-Module in den USA anbieten. „Gerade der Residental-Markt ist aus unserer Sicht sehr vielverprechend“, sagte Grare mit Blick auf die USA weiter. (Sandra Enkhardt)