SMA und Power-One ohne Chance in China

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Das Wachstum des chinesischen Photovoltaik-Marktes im vergangenen Jahr hat nicht nur den einheimischen Modulherstellern die Auftragsbücher gefüllt. Auch die Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern aus China konnten sich über drastisch wachsenden Absatz freuen, so die Analysten von IHS. Der Wechselrichter-Markt in China sei um mehr als 100 Prozent auf etwa 800 Millionen US-Dollar gewachsen.

Die zehn größten Lieferanten von Wechselrichten in China kamen aus China. Das Wachstum werde auch in den kommenden Jahren weitergehen. Für 2018 erwarten die Analysten von IHS eine Nachfrage von 18 Gigawatt, nach elf Gigawatt im vergangenen Jahr. Allerdings verlagere sich nun der Fokus von großen Solarparks hin zu kleineren Anlagen, die in China unter dem Begriff „distributed PV“ subsumiert werden. Bislang sei dieser Markt aber noch mit Startschwierigkeiten behaftet. Daher sei damit zu rechnen, dass das für dieses Jahr ausgegebene Ziel von acht Gigawatt an kleinen Photovoltaik-Anlagen wohl nicht erreicht werde, so die IHS-Analysten in ihrem „PV Inverter China Market Report – 2014“. Dennoch bleibe das Segment langfristig der Markttreiber. Für dieses Jahr gehen die Analysten aber davon aus, dass nur „distributed PV“-Anlagen mit einer Gesamtleistung von vier Gigawatt in China neu installiert würden.

Auch im zweiten Jahr in Folge habe es kein internationaler Wechselrichter-Hersteller in die Top 10 geschafft, heißt es weiter. Bereits zum vierten Mal in Folge sei der heimische Produzent Sungrow der Spitzenreiter gewesen. Er habe mehr als 30 Prozent Marktanteil – gemessen am Umsatz, heißt es bei IHS weiter. Dahinter folgten TBEA Sunoasis, Emerson Network Power, Chint und KStar, die jeweils einen Marktanteil von mehr als vier Prozent erreichten. Allerdings habe mit dem Marktwachstum auch die Fragmentierung weiter zugenommen. So konnten 13 Wechselrichter-Hersteller einen Marktanteil von mindestens zwei Prozent erreichen. Dennoch hätten viele heimische Produzenten auch Probleme, so die Analysten weiter. So gebe es unter anderem einen großen Preis- und Konkurrenzdruck.

Für die Zukunft erwartet IHS, dass die Nachfrage nach dreiphasigen Wechselrichtern für kleine Photovoltaik-Anlagen weiter steigen wird. Zugleich werde aber auch die Nachfrage nach Wechselrichtern für Großanlagen weiter hoch bleiben. IHS rechnet auch für die kommenden Jahre mit etwa zehn Gigawatt Nachfrage in diesem Segment. Die Wechselrichter für Kleinanlagen werden bis 2018 etwa ein Niveau von bis zu sechs Gigawatt erreichen, wie es weiter hieß. (Sandra Enkhardt)

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