Jinko Solar erhält Bankfinanzierung von bis zu 120 Millionen Euro

Die Jinko Solar Holding Co. Ltd. hat eine Finanzierungsvereinbarung über fünf Jahre mit der China Minshing Banking Corp., Ltd. (CMBC) geschlossen. Die Bank werde dem Photovoltaik-Unternehmen in dieser Zeit einen Gesamtbetrag von bis zu einer Milliarde Yuan, umgerechnet etwa 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen, hieß es weiter. Die Gelder seien vorgesehen vor allem für Übernahmen und Zukäufe sowie zur Finanzierung der Produktion, dem Handel und Garantievereinbarungen. Darüber hinaus sei das Geld auch für die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten, sowohl für kleine als auch große Anlagen, in China gedacht.

In einem ersten Schritt wird CMBC einen Kredit über 88 Millionen Yuan für ein 20-Megawatt-Photovoltaik-Projekt im Haining Hi-tech-Park zur Verfügung stellen. Es sei bereits durch die Behörden genehmigt und sehe die Installation von Photovoltaik-Dachanlagen auf Büro- und Fabrikgebäuden vor. Der Solarstrom solle dabei direkt vor Ort verbraucht werden. Drei weitere 20-Megawatt-Projekte dieser Art seien noch in Planung und würden voraussichtlich genauso finanziert, hieß es weiter. Diese sogenannten „distributed PV“-Projekte sollen voraussichtlich auch noch stärker gefördert werden. Eigentlich sollten in diesem Jahr acht Gigawatt Leistung mit den Kleinanlagen in China zugebaut werden. Aber Analysten, etwa die von IHS und der Deutschen Bank, erwarten, dass die Regierung in Peking dieses Ziel nicht erreichen wird, unter anderem wegen fehlender Finanzierungshilfen. Dies bestätigte nun auch Xiande Li, Vorsitzender von Jinko Solar. „Distributed PV-Systeme repräsentieren die Zukunft des chinesischen Marktes, aber ihre Entwicklung ist in den vergangenen Jahren wegen Finanzierungsschwierigkeiten verzögert worden“, sagte er. Diese Zusagen der CMBC würden dies nun ändern und zumindest für Jinko Solar die Umsetzung von „Distributed PV“-Projekten ermöglichen. (Sandra Enkhardt)