Fraunhofer-ISE: 36,7 Prozent Wirkungsgrad bei Konzentrator-Photovoltaikmodul

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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat nach eigenen Angaben einen neuen Weltkord für die Technologie der hoch konzentrierenden Photovoltaik aufgestellt. Die Freiburger Forscher hätten nun bei der Weiterentwicklung der Modultechnologie Flatcon einen Wirkungsgrad von 36,7 Prozent erreicht. Dies sei gelungen durch Anpassung der Linsen an die neue Solarzellenstruktur. Der Wirkungsgrad sei unter CSTC-Bedingungen (concentrator standard testing conditions) gemessen worden, teilte das Fraunhofer ISE weiter mit. Es sei der bislang höchste Wirkungsgrad für ein Photovoltaik-Modul.

Wesentlich für den Rekord sei gewesen, dass die Wissenschaftler die neu entwickelte, auf der so genannten Wafer-Bonding-Technologie basierende Vierfachsolarzellen der Firma Soitec Solar in ihrem Modulkonzept einsetzen konnten. Das Modul habe eine Aperturfläche von 832 Quadratzentimetern, auf der das Licht auf der Moduloberfläche auftreffe. Es nutze 52 jeweils 16 Quadratzentimeter große Fresnel-Linsen, um das Sonnenlicht mit dem Faktor 230 auf etwa sieben Quadratmillimeter große Zellen zu konzentrieren, so die Wissenschaftler.

Andreas Bett leitet die Entwicklung der Konzentrator-Photovoltaik am Fraunhofer ISE seit vielen Jahren. Er erhielt dafür im Jahre 2012 gemeinsam mit Hansjörg Lerchenmüller von Soitec Solar den Deutschen Umweltpreis. „Dieser Erfolg zeigt uns, dass sich die hohen Wirkungsgrade der neuartigen Vierfachsolarzellen von Soitec auch auf die Module übertragen lassen“, sagte Bett. Erst vor wenigen Monaten hatte das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Soitec Solar, der französischen Forschungseinrichtung CEA-Leti und dem Helmholtz-Zentrum Berlin einen neuen Rekordwirkungsgrad für Solarzellen von 44,7 Prozent unter konzentriertem Licht erreicht. (Sandra Enkhardt)

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