Übernahmeangebote für Wechselrichtersparte von Sunways

Der vorläufige Insolvenzverwalter Thorsten Schleich hat den Vorstand der Sunways AG darüber informiert, dass abschließende Angebote für den Erwerbs eines Teilbereichs vorliegen. Die Erwerbsangebote beträfen insbesondere das Wechselrichtergeschäft inklusive Marke, Patente, Ausrüstung, Vorräte und den zugehörigen Mitarbeitern sowie Vertriebs- und Verwaltungsbereiche, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus Konstanz mit. Der vorläufige Insolvenzverwalter und auch der vorläufige Gläubigerausschuss hätten sich dafür ausgesprochen eine Exklusivitätsvereinbarung mit einem der potenziellen Investoren abzuschließen. Der Verkaufsvertrag solle dann direkt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens folgen, hieß es weiter.

Nähere Angaben zu den potenziellen Investoren und Angeboten machte Sunways zunächst nicht. Allerdings werde der Verkaufertrag aus dem Wechselrichtergeschäft nicht ausreichen, um den Aktionären eine auch nur teilweise Rückzahlung ihrer Investition nach Abschluss des Insolvenzverfahrens in Aussicht zu stellen, so die Einschätzung von Schleich.

Das vorläufige Insolvenzverfahren über die Sunways AG und deren Tochtergesellschaft Sunways Production GmbH hatte das Amtsgericht Konstanz vor rund einem Monat eröffnet. Anfang des Monats erklärte das Photovoltaik-Unternehmen, dass es voraussichtlich nicht zu einem Planinsolvenzverfahren kommen werde, sondern eine übertragene Sanerung angestrebt werde. Bereits Mitte August 2013 das Amtsgericht Konstanz die vorläufigen Insolvenzverfahren gegen die Sunways AG und die Sunways Production GmbH aufgehoben. Die Insolvenz war auf Antrag von Banken im April 2013 angeordnet worden, nachdem die Banken dem Photovoltaik-Unternehmen vorzeitig die Kreditlinien gekündigt hatten. (Sandra Enkhardt)