BDEW fordert bessere Investitionsbedingungen bei Verteilnetzen

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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) will auf dem „Treffpunkt Netze 2014“ am Dienstag und Mittwoch in Berlin seine Branchenlösung zur Verbesserung der Investitionsbedingungen im Verteilnetzbereich vorstellen. „Der BDEW hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Investitionsbedingungen insbesondere für die Verteilnetzbetreiber schwierig sind. Dies führt zu unnötigen Verzögerungen beim dringend notwendigen Netzausbau. Wir haben eine Branchenlösung erarbeitet, die dafür sorgt, den Investitionsstau im Bereich der Verteilnetze aufzulösen", erklärt Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Energiewende und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energie werde aber nur gelingen, wenn die notwendigen Verteilnetze gebaut würden.

Bis zum Jahresende soll die Bundesnetzagentur einen Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung vorlegen, der die Weichen für die dritte Regulierungsperiode stelle. "Unser Ziel war es, rechtzeitig einen praktikablen Vorschlag für die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens im Verteilnetzbereich zu unterbreiten", sagt Kohlmann. Der BDEW habe ein Antragsverfahren für Unternehmen entwickelt, das das Problem des zeitverzugs für alle Verteilnetzbetreiber lösen solle. Im Kern solle die durch die Investitionen steigenden Kapitalkosten ohne Zeitverzug in die Erlösobergrenzen der Netzbetreiber einfließen, heißt es beim BDEW. Die Netzbetreiber könne individuell auf Basis ihres Investitionsbedarfs und der bestehenden Netzregulierung entscheiden, ob ein Antrag gestellt werde. Die Nachteile eines „Gießkannenprinzips“ würden dadurch vermieden, so Kohlmann weiter.

Der BDEW sieht durch den weiteren Zubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen in den kommenden zehn Jahren einen Investitionsbedarf von rund 25 Milliarden Euro allein bei den Verteilnetzen. „Jede Milliarde Euro, die hier nicht investiert wird, sorgt entweder für eine unnötige Verzögerung beim Ausbau der erneuerbaren Energien oder gefährdet absehbar die Systemsicherheit. Daher ist eine Verbesserung der Investitionsbedingungen nicht nur aus Sicht der Netzbetreiber sinnvoll, sondern auch zur Realisierung der Energiewende absolut notwendig ", sagt Kohlmann. (Sandra Enkhardt)

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