Yingli bleibt in der Verlustzone

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Yingli Green Energy Co. Ltd. hat seinen Geschäftsbericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2013 vorgelegt. Während Konkurrenten wie JA Solar zuletzt die Rückkehr in die Gewinnzone vermelden konnten, blieb bei Yingli im vierten Quartal ein Verlust unter dem Strich. Im vierten Quartal 2013 habe der chinesische Photovoltaik-Hersteller einen Umsatz von 613 Millionen US-Dollar bei einem Nettoverlust von 128,2 Millionen US-Dollar erzielt. Auch für das Gesamtjahr kann Yingli beachtliche Zahlen und steigerungen vorweisen. Der Umsatz habe sich 2013 auch 2,2 Milliarden US-Dollar belaufen. Die Verkäufe von Solarmodulen und Photovoltaik-Systemen seien um 40,8 Prozent auf mehr als 3200 Megawatt binnen Jahresfrist gestiegen. Die Bruttomarge habe bei 241 Millionen US-Dollar gelegen bei einem Nettoverlust von 321 Millionen US-Dollar. Für dieses Jahr erwartet der chinesische Hersteller eine weitere deutliche Absatzsteigerung und kündigte an, zwischen 4,0 und 4,2 Gigawatt an Solarmodulen verkaufen zu wollen.

Mit seinen Absatzzahlen sei Yingli im zweiten Jahr in Folge der größte Modullieferant weltweit, sagte Vorstandschef Liansheng Miao. Im vierten Quartal sei dabei vor allem die Nachfrage aus China nochmals deutlich angewachsen. Allerdings ist der Nettoverlust von Yingli auch ein Zeichen für die starke Fixierung des Photovoltaik-Herstellers auf den Heimatmarkt, wie die Nachrichtenagentur Reuters etwa schreibt. Andere chinesische Hersteller, die auch mehr Solarmodule etwa in Japan absetzen könnten, hätten bereits wieder einen Gewinn verzeichnen können. Allerdings ist Yingli auch gut auf den Photovoltaik-Märkten in den USA und Japan vertreten, will dort aber Miao zufolge seine Position ausbauen. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen auch in aufstrebende Märkte, so habe Yingli einen Auftrag für ein 258-Megawatt-Solarpark in Algerien gewinnen können.

Yingli versucht zudem, sein Geschäftsmodell zu diversifizieren. Das Unternehmen habe „bedeutende Ergebnisse im heimischen Downstream-Geschäft“ erzielt, sagte Miao weiter. Im vergangangen Jahr habe Yingli Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 128 Megawatt in China realisiert. Zwei Drittel der Projekte seien auch bereits ans Netz angeschlossen; die restlichen sollen bis Ende April folgen. Yingli wolle sein Downstream-Geschäft weiterentwickeln, dazu gehörten auch Kooperationen mit großen Konzernen in China. Die Vorgabe der chinesischen Regierung, dass der Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr bei 14 Gigawatt liegen soll, werde zu einem weiteren Wachstum des Downstream-Geschäfts führen, hieß es weiter. Yingli verfüge bereits über eine Projektpipeline von rund einem Gigawatt. Die Projekte befänden sich in unterschiedlichen Phasen der Genehmigung und seien landesweit. Bis Ende des Jahres wolle Yingli Projekte mit 400 bis 600 Megawatt davon fertigstellen. (Sandra Enkhardt)