Suntech-Übernahme durch Shunfeng verzögert sich weiter

Die Shunfeng Photovoltaic International Ltd. hat offenbar einige Schwiergkeiten, die Übernahme des insolventen Konkurrenten Wuxi Suntech abzuschließen. Eigentlich war die Finalisierung der Transaktion bereits für den 20. Februar angekündigt, ist dann aber zunächst auf den heutigen Tag verschoben worden. Nun veröffentlichte Shunfeng Photovoltaic erneut eine Mitteilung, wonach sich die Übernahme noch bis zum 21. März verzögern könne. In der Zwischenzeit musste der chinesische Photovoltaik-Hersteller auch eine sogenannte Gewinnwarnung veröffentlichen. Ende Februar hieß es, dass nach den vorläufigen Berechnungen der Verlust im Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich erheblich gegenüber dem Jahr davor gestiegen sei. Die endgültigen Geschäftszahlen will Shunfeng Photovoltaic am 25. März vorlegen.

Hintergrund der ersten Verschiebung könnten unter anderem Streitigkeiten unter den Suntech-Tochtergesellschaften sein. Wie Suntech und Shunfeng mitteilten, waren Suntech Japan und Suntech Singapur neben Wuxi Suntech Tochtergesellschaften von Power Solar System (PSS), die ihrerseits eine Tochtergesellschaft von Suntech Power Holdings Co. Ltd. war. Etwa zu dem Zeitpunkt, als Shunfeng mit der Akquisition von Wuxi Suntech begann, kamen die Geschäftseinheiten Japan und Singapur unter das Dach von Wuxi Suntech. Details, Zeitpunkt und rechtliche Folgen dieser Vorgänge werden derzeit auch durch die Insolvenzgerichte geprüft.

Die Ankündigung, dass Shunfeng die insolvente chinesische Produktionstochter der Suntech Power Holdings in China übernehmen will, hatte erstaunt. Shunfeng ist wesentlich kleiner als die insolvente Wuxi Suntech. Für die Übernahme muss Shunfeng rund 360 Millionen Euro zahlen, die das Unternehmen größtenteils durch die Ausgabe einer Wandelschuldanleihe erlösen will. Dem hatten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung bereits zugestimmt. (Sandra Enkhardt)