LDK Solar: Liquidationsverfahren auf den Caymans läuft

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LDK Solar hat lange versucht, eine Einigung mit seinen Gläubigern zu erreichen und stellte dann schließlich doch aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einen Liquidationsantrag beim Obersten Gericht der Cayman Islands. Dieses habe nun Tammy Fu und Eleanor Fisher von der Kanzler Zolfo Cooper zu vorläufigen Liquidationen ernannt, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit, der aber auf den Caymans im Handelsregister eingetragen ist. Die Verhandlungen mit den Gläubigern sollen weitergehen. Bereits sieben Mal hat LDK Solar einen Aufschub erzwungen. Nun sollen die Verhandlungen über eine Lösung im Liquidationsverfahren weitergehen. Dabei würden zwei Vereinbarungen angestrebt, zum einen mit den Inhabern der Wandelschuldverschreibungen sowie bei den vorrangigen Verpflichtungen, hieß es weiter.

LDK Solar betonte erneut, dass keine Absicht bestehe, irgendein Verfahren zur Schuldenrestrukturierung für die LDK-Gesellschaften in China einzuleiten. Das Bankenkonsortium, das die LDK-Solar-Gesellschaften in China finanziere, habe seine uneeingeschränkte Unterstützung zugesagt. Damit zeichnet sich ab, dass sich LDK Solar über das Verfahren auf den Caymans offenbar dem Großteil seiner Schulden entledigen will, um so sein Geschäft in China zu retten.

Der Photovoltaik-Hersteller verfügte einer Bloomberg-Meldung zufolge am Ende des dritten Quartals über 95,4 Millionen US-Dollar an Cash. Gleichzeitig hätten die Gesamtschulden bei 2,78 Milliarden US-Dollar gelegen. LDK Solar habe seinen Gläubigern im Dezmeber als Kompromiss vorgeschlagen, sie mit 20 Cent für einen Dollar oder im Atusch gegen Aktien zu entschädigen. Bislang kam es zu keiner Einigung. (Sandra Enkhardt)

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