PV Expo Tokio: Die Nachfrage nach Dienstleistungen steigt

Viele der Aussteller unterstrichen am zweiten Tag der PV Expo Tokio die wachsende Bedeutung und Nachfrage nach Service im japanischen Photovoltaik-Markt. Stefan Spork, Geschäftsführer von Mounting Systems, betonte, dass für große Freiflächen-Anlagen nicht nur die Komponenten, sondern auch Hilfe bei der Konstruktion angefragt werde. Dieser Trend sei durch die allgemeine Sparpolitik bei den Bauarbeitern noch beschleunigt worden, gerade angesichts des starken Photovoltaik-Booms in den vergangenen Monaten.

Der chinesische Hersteller bietet zunehmend auch Finandienstleistungen für seine Kunden an und hat sein Angebot für Installateursseminare ausgebaut, wie COO Liu Yong pv magazine sagte. Hanwha Q-Cells stärkt ebenfalls seine Präsenz vor Ort. Bis zum Ende des Jahres will das Unternehmen sechs Büros in Japan haben, wie der Landesmanager Shin Dongin sagte. Q-Cells habe das Ziel, mehr als 350 Megawatt an privaten und kleinen, gewerblichen Photovoltaik-Anlagen in diesem Jahr zu realisieren. Dies seien 50 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr, so Shin weiter.

Solar Frontier wird seine Aktivitäten im Downstream-Bereich ebenfalls weiter ausbauen. Ein Schritt in diese Richtung sei ein Null-Energie-Haus mit integrierter Photovoltaik, dass seit Ende vergangenen Jahres bereits angeboten werden, sagt Yuichi Kuroda, Vice President von Solar Frontier. Während für die nächsten zwei Jahre ein Rückgang bei großen Photovoltaik-Anlagen in Japan zu erwarten sei, würde die Nachfrage bei privaten und kleinen, gewerblichen Dachanlagen steigen. Davon wolle Solar Frontier profitieren, unterstrich Kuroda. Der Hersteller von CIGS-Dünnschichtmodulen rechne in diesem Jahr mit einer weiteren Steigerung seines Absatzes auf dem Heimatmarkt. Nach 900 Megawatt im vergangenen Jahr sollen 2014 rund ein Gigawatt abgesetzt werden. (Hans-Christoph Neidlein, Übersetzung: Sandra Enkhardt)