Schott sucht Partner für CSP-Geschäft

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Das Geschäft mit kristalliner und mit Dünnschicht-Photovoltaik hat Schott bereits beendet. Jetzt sucht der Hersteller von Spezialglas nach einem Partner für die Zusammenarbeit im Geschäftsfeld Concentrated Solar Power (CSP). Derzeit liefert Schott für die Stromerzeugung mit solarthermischen Parabolrinnen-Kraftwerken mit dem Receiver das Herzstück der Technologie. Bei der Bilanzpressekonferenz beschrieb Vorstandsvorsitzender Frank Heinricht die Marktbedingungen als schwierig. „In diesem Geschäftsfeld streben wir eine strategische Partnerschaft an und sind bereit, die Mehrheit der Anteile zu veräußern“, beschrieb Heinricht die Zukunftspläne. Daher sei CSP in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2012/2013 als „Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften“ ausgewiesen und bilanziell in „held for sale“ umgegliedert worden. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde auch das Vorjahr entsprechend angepasst.

Insgesamt blickt Schott eigenen Angaben zufolge auf ein schwieriges, aber insgesamt doch zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2012/2013 zurück. „Der Mitte 2012 erfolgte Ausstieg aus der multikristallinen Photovoltaik führte zu keiner dauerhaften Belastung. Nach einem Jahr Unterbrechung sind wir wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt“, berichtete Heinricht bei der Bilanzpressekonferenz. „Wir haben das Jahr auch genutzt, um Schott neu aufzustellen.“

Der ausgewiesene Konzernumsatz hat sich laut Schott um 2,3 Prozent auf 1,835 Milliarden Euro verringert (2011/2012: 1,877 Milliarden Euro). Dieser Rückgang resultiere aus negativen Währungseffekten des Euro, insbesondere gegenüber dem Japanischen Yen und dem Brasilianischen Real; ohne Währungseinfluss läge der vergleichbare Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) meldet Schott mit 118 Millionen Euro nach 147 Millionen Euro im Vorjahr. Grund für den Rückgang seien insbesondere höhere Sondereffekte als im Geschäftsjahr 2011/2012. Der Konzernjahresüberschuss lag demnach bei 26 Millionen Euro und umfasst neben dem positiven Ergebnis der fortgeführten Bereiche in Höhe von 49 Millionen Euro ein negatives Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche von 23 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet Schott währungsbereinigt einen Anstieg des Konzernumsatzes zwischen vier und sechs Prozent und ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes EBIT. Beim Konzernjahresüberschuss geht das Unternehmen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus. (Petra Hannen)

Nachtrag: Die ursprüngliche Überschrift dieses Beitrags lautete "Schott will sich aus CSP-Geschäft zurückziehen". Dies ist aber missverständlich. Das Unternehmen sucht in diesem Geschäftsbereich nach einem Partner, der möglicherweise auch die Mehrheit der Anteile am CSP-Geschäft übernimmt. Dies haben wir in der aktualisierten Meldung nun präzisiert.

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