Suntech-Übernahme verzögert sich

Wahrscheinlich müssen die Shunfeng-Aktionäre noch bis zum 13. März auf Details zur geplanten Übernahme von Wuxi Suntech und die Auswirkungen auf Shunfeng warten. Wie der Vorstand des Photovoltaik-Konzerns am Donnerstag mitteilt, braucht das Unternehmen für die Formulierung des für den 20. Februar angekündigten Rundschreibens „mehr Zeit“. Das Rundschreiben spielt eine wesentliche Rolle, um die Zustimmung der Aktionäre zu der geplanten Übernahme einzuholen.

Hintergrund der Verzögerung könnten Streitigkeiten unter den Suntech-Tochtergesellschaften sein. Wie aus Pressemitteilungen von Suntech und Shunfeng hervorgeht, waren Suntech Japan und Suntech Singapur neben Wuxi Suntech Tochtergesellschaften von Power Solar System (PSS), die ihrerseits eine Tochtergesellschaft von Suntech Power Holdings war. Etwa zu dem Zeitpunkt, als Shunfeng mit der Akquisition von Wuxi Suntech begann, kamen die Geschäftseinheiten Japan und Singapur unter das Dach von Wuxi Suntech. Details, Zeitpunkt und rechtliche Folgen dieser Vorgänge sind jetzt umstritten. Für Shunfeng sind sie aus finanziellen Gründen jedoch wichtig: Ein Gericht in Singapur hat im Februar Forderungen von PSS an Suntech Singapur in Höhe von 265 Millionen US-Dollar plus Zinsen und Nebenkosten bestätigt. Shunfeng bemüht sich laut Pressemitteilung jetzt darum, die finanziellen Folgen dieser Entscheidung für Wuxi Suntech – und im Falle der Übernahme auch für das eigene Unternehmen – zu minimieren. (Petra Hannen)