Centrotherm vermeldet millionenschwere Auftragseingänge

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Die Erholung der Photovoltaik-Maschinen- und Anlagenbauer wird seit Monaten vorhergesagt. Nun hat Centrotherm dies auch mit Zahlen unterlegt. Der Hersteller aus Blaubeuren vermeldete Aufträge von führenden Solarzellenherstellern in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Im Geschäftsbereich Photovoltaik verfüge Centrotherm damit aktuell über einen Auftragsbestand im Einzelanlagenbau von rund 62 Millionen Euro, hieß es weiter. Mit den bestellten Anlagenpaketen würden die Kunden ihre bestehenden Kapazitäten ausbauen, aber auch neue Produktionslinien aufbauen. Hintergrund sei, dass die Nachfrage nach Solarmodule vor allem in Japan und den USA in den vergangenen Monaten spürbar angezogen habe und die dortigen Produktionskapazitäten der Hersteller ausgelastet seien.

Namen der Kunden, die hinter den Bestellungen stehen, nannte Centrotherm aber nicht. Die Aufträge umfassten Produktionsanlagen der neuesten Generation für Diffusion, Antireflexbeschichtung (PECVD) sowie Durchlauföfen für das Feuern und Sintern der Metallkontakte in der Produktion von Hocheffizienzsolarzellen. Auch für seine neuen Niederdruck-Diffusionsöfen rechnet Centrotherm mit einer steigenden Nachfrage. Jüngst sei eine Massenfertigung mit einer Kapazität von 800 Megawatt in Südostasien sei jüngst mit den Anlagen ausgerüstet worden. Mit den Niederdruck-Diffusionsöfen lasse sich eine signifikante Erhöhung des Waferdurchsatzes erreichen sowie die Emitterbildung und die Reproduzierbarkeit verbessert, heißt es bei Centrotherm. Damit einher gehe die Reduzierung der Fertigungskosten für Solarzellen. (Sandra Enkhardt)