Photovoltaik-Produzenten verzeichnen Jobverluste

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4.800 Menschen waren im November 2013 in der Herstellung von Solarzellen und Photovoltaik-Modulen in Deutschland beschäftigt – ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Erstmals seit knapp vier Jahren ist damit die Beschäftigung unter die Marke von 5.000 gefallen. Das berichtet die FAZ auf Grundlage bislang unveröffentlichter Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Den aktuellen Statistiken zufolge – die pv magazine ebenfalls vorliegen – sind bei den Herstellern von Solarmodulen und Solarzellen seit Anfang 2012 sogar mehr als die Hälfte aller damals 10.200 Arbeitsplätze abgebaut, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sei in diesem Zeitraum von 1,4 Millionen auf 625.000 gesunken. Die erfassten Zahlen bezögen sich auf Betriebseinheiten in Deutschland, also auch auf Produktionsstätten ausländischer Photovoltaik-Unternehmen, die hierzulande Solarzellen und Module herstellten, sagte ein Sprecher des Statischen Bundesamtes auf Nachfrage von pv magazine. Betriebe, die Photovoltaik-Anlagen planten oder montierten, sowie Zulieferbetriebe seien dabei nicht erfasst.

Die Herstellung von Solarmodulen und Solarzellen ist jedoch nur ein kleiner Teil der Photovoltaik-Branche. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) geht in Deutschland von etwa 200 Produzenten von Zellen, Modulen und anderen Komponenten aus. Inklusive Zulieferern und den im Bereich Photovoltaik tätigen Handwerksbetrieben gibt es demnach jedoch rund 5.000 Unternehmen in der Photovoltaik-Branche, die Ende 2012 rund 100.000 Menschen beschäftigten. Für 2013 rechnet der BSW-Solar insgesamt noch mit rund 60.000 vollzeitäquivalenten Photovoltaik-Arbeitsplätzen in Deutschland.

Die aktuelle Konsolidierungswelle ist laut BSW-Solar nicht nur Folge eines harten internationalen Verdrängungswettbewerbs. „Viele Pleiten und Geschäftsniederlegungen sind auch Resultat übertriebener Fördereinschnitte in den letzten eineinhalb Jahren“, sagt David Wedepohl, Bereichsleiter Markt und Kommunikation. Die Preise schlüsselfertiger Solarsysteme hätten seit Anfang 2012 um beachtliche 25 Prozent gesenkt werden können, die Förderung jedoch sei gleichzeitig um über 50 Prozent gekappt worden und sinke in rasantem Tempo monatlich weiter. In der Folge sei die Photovoltaik-Nachfrage 2013 um über 50 Prozent eingebrochen. Das hätten viele Unternehmen nicht durch Auslandsgeschäfte kompensieren können, zumal auch in anderen europäischen Ländern der Photovoltaik-Markt schrumpfe. „Es wird jetzt darauf ankommen“, so Wedepohl, „dass die Bundesregierung mit der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen für neue Investitionen in Solarstromanlagen schafft.“ (Petra Hannen/Sandra Enkhardt)

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