IHS: Yingli wieder weltgrößter Modullieferant

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Yingli Green Energy ist zum zweiten Mal in Folge der weltweit größte Modullieferant. Mehr als drei Gigawatt Photovoltaik-Leistung habe der Hersteller im vergangenen Jahr absetzen können, so die Analysen von IHS. Dabei habe Yingli mehr Solarmodule als die Konkurrenten auf dem chinesischen und dem deutschen Photovoltaik-Markt absetzen können. In den USA belege der chinesische Hersteller Platz zwei hinter First Solar und in Japan liege er auf Platz neun, so die Auswertung nach den ersten drei Quartalen von IHS. Diese vier Märkte waren nach Einschätzung der Analysten mit Abstand die wichtigsten im vergangenen Jahr. So seien in diesen vier Ländern IHS Technology zufolge rund zwei Drittel des weltweiten Photovoltaik-Zubaus erfolgt. Der Marktanteil von Yingli sei dabei von 7,4 auf 8,3 Prozent im Jahr 2013 weiter gestiegen.

Die Auswertungen von IHS zeigen, dass Yingli auf dem Heimatmarkt bis Ende September 2013 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 625 Megawatt absetzen konnte. Damit behauptet sich der Hersteller gegen die einheimischen Konkurrenten Trina Solar mit 493 Megawatt und Jinko Solar mit 450 Megawatt. In Deutschland waren Yingli-Module im vergangenen Jahr ebenfalls die gefragtesten. In den ersten drei Quartalen habe Yingli hierzulande rund 584 Megawatt an Solarmodulen abgesetzt und damit mehr als doppelt soviele wie Trina Solar. In der IHS-Statistik folgt Solarworld mit 104 Megawatt abgesetzter Modulleistung auf Rang drei. In Deutschland würden trotz des Photovoltaik-Handelskonflikts im vergangenen Jahr weiterhin die chinesischen Hersteller eine dominierende Rolle spielen. Mit Solarworld und Conergy hätten gerade einmal zwei deutsche Firmen den Sprung in die Top Ten geschafft, in der aber fünf chinesische Hersteller vertreten seien.

In den USA musste Yingli nach den vorliegenden Zahlen in den ersten drei Quartalen dem Dünnschichthersteller First Solar mit 548 Megawatt den Vortritt lassen. Yingli kam IHS zufolge auf 480 Megawatt, gefolgt von Trina Solar mit 304 Megawatt. In Japan dominieren die einheimischen Hersteller Solar Frontier, Kyocera und Sharp, auch wenn die chinesischen Produzenten auf dem Vormarsch sind. Für Yingli reicht es in Japan nach der abgesetzten Modulmenge immerhin noch zu einem neunten Platz.

Die Analysten von IHS gehen von einer weiteren Erholung des Marktes aus. Die Nachfrage habe im zweiten Halbjahr 2013 deutlich angezogen, vor allem getrieben durch den Boom auf den Photovoltaik-Märkten in China und Japan. Die Solarindustrie weltweit könne einen weiteren voraussichtlich zweistelligen Zuwachs in diesem Jahr erwarten. IHS-Analyst Stefan de Haan geht davon aus, dass angesichts der erwarteten Entwicklung in diesem Jahr die Situation der Photovoltaik-Hersteller vergleichbar sein wird mit der zweiten Jahreshälfte 2013. Allerdings seien in den ersten zwei Quartalen wohl vorerst keine signifikanten Steigerungen bei den Gewinnen und Margen der Photovoltaik-Unternehmen zu erwarten. (Sandra Enkhardt)

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